Breitbandoffensive kommt für Gmünd teuer

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Breitbandausbau ist teuer.
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Wie es um die Breitbandversorgung in Lindach steht.

SchwäbischGmünd-Lindach. Zum Zwischenbericht über den Breitbandausbau in Lindach konnte Ortsvorsteher Klaus-Peter Funk am Donnerstag auf der Sitzung des Ortschaftsrats Alexander Groll und Markus Hofmann vom Gmünder Amt für Wirtschaftsförderung begrüßen.

Im Zuge des Bundesprogramms zur Beseitigung „weißer Flecken“, möchte die Stadt Gmünd die Optimierung der Versorgung aller Haushalte mit schnellem Internet vorantreiben. Rund 2500 Haushalte im Stadtgebiet seien den Richtlinien entsprechen unterversorgt. 24,6 Millionen Euro wurden für den kompletten Ausbau der Breitbandinfrastruktur von der Stadt errechnet, 90 Prozent der Kosten würden nach der Bewilligung des Förderantrags von Bund und Land übernommen.

Hinter dem Zeitplan

Einige nicht vorhersehbare Ereignisse hätten den Zeitplan der Stadt bei der Erschließung zurückgeworfen, die Stadt versuche aber alles, den Prozess zu beschleunigen, betonten die beiden Vertreter der Verwaltung. Die Netzanbieter würden nicht generell alle „weißen Flecken“ beseitigen, mahnte Groll an, da die Betreiber nur dort ausbauen, wo es sich finanziell lohne „die Provider picken sich die Rosinen heraus“, an der Stadt bleibe dann das hängen, woran die Betreiber kein Interesse haben.

Und die „grauen Flecken“?

Ob die 24,6 Millionen Eurotatsächlich für 2500 Hausanschlüsse gerechnet wurden, wollte Annemarie Thamm wissen und bemängelte die fehlende Effektivität: Gebiete mit weißen Flecken würden direkt versorgt, Gebiete mit grauen Flecken die auf der selben Strecke liegen blieben bei dieser Versorgung unberücksichtigt. Dies sei die Vorgabe von Bund und Land, erklärten die Fachmänner.

„Verschachtelter Prozess“

Als Netzanbieter der von den Providern abgelehnten Gebiete würde die GmündCom fungieren. Die Stadt Gmünd möchte diesen Prozess jetzt so straff wie möglich gestalten, nach den Ausschreibungen könnten die Tiefbauarbeiten 2023 beginnen, einen Monat konnte Hofmann aufgrund des „verschachtelten vorgegebenen Prozesses“ nicht nennen. Als erster Schritt ist die Versorgung von Schulen sowie Neubau – und Gewerbegebieten vorgesehen im Anschlusssollen die Privathaushalte versorgt werden.

Für die betreffenden Ortsteile schwebt der Stadt eine Bedarfsabfrage vor, der Ortsteil mit dem größten Bedarf könnte so in der Reihenfolge nach vornerutschen.

Positiv für Lindach sei zu werten, dass nach der Beseitigung der weißen Flecken, der Ortsteil mit schnellem Internet komplett abgedeckt wäre, erläuterte Hofmann auf Nachfrage von Ina Neufeld. ⋌Andrea Rohrbach

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