„Brot und Spiele“ auf dem Ziegerhof

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Ziegerhoffest
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Was die Kinder der Stadtranderholung Ziegerhof für ihren Familientag einstudiert haben und was griechische und römische Götter mit dem Feriendorf zu tun haben.

Schwäbisch Gmünd-Reitprechts

Die Stadtranderholung „Ziegerhof“ bei Reitprechts der Kirchengemeinde St. Maria Wetzgau-Rehnenhof geht in die Halbzeit. Nach einer Woche Spiel und Spaß für die Kinder öffnete der „Campus Caprae“ – der Hof der Ziegen – am Freitag seine Tore für die Familien der kleinen Campbewohner.

„Amors Pfeil“ zum Essen

In diesem Jahr tauchten die Ziegerhofkinder und ihre Betreuer tief in die Antike ein. Die Festvorführungen standen dementsprechend unter dem Zeichen der alten Griechen und Römer. Da wandelten lorbeerbekränzte Menschen durchs Gelände, kleine Griechinnen. Und junge Römer warfen sich strahlend in die Arme ihrer angereisten Eltern, die neben Köstlichkeiten wie „Olympische Grüße“ (ein griechischer Bauernsalat), „Amors Pfeil“ (Würstchen im Wecken) oder „Brot und Spieße“ (Steak im Wecken) auch ein buntes Rahmenprogramm zum Thema Antike erwartete.

Die Geschichte rund um das diesjährige Ziegerhoffest erklärt Pauline Glania, die sich mit Martina und Daniel Grimm und Robin Kucher die Lagerleitung teilt. Bereits bei der Anreise der 111 Kinder und dem 44-köpfigen Mitarbeiterstamm hätten die Ziegerhofler eine archäologische Ausgrabung inmitten des Geländes gestört, wobei eine antike Vase zu Bruch gegangen sei. Archäologen und Kinder seien daraufhin auf magische Weise zurück in die Antike befördert worden, um mit „Brot und Spielen“ den Gürtel der Aphrodite zu erringen und diesen der Göttin zurückzubringen, um den Bann der Zeitreise zu brechen.

111 kleine Gladiatoren

Unter Fanfarenklängen eroberten die 111 kleinen Gladiatoren die Arena vor dem Steinkreis. Jede Gruppe hatte ein eigenes Programm entwickelt, um die Götter gnädig zu stimmen. Das Haus Korinth setzte auf einen Kampf „Mann gegen Mann“ besser gesagt, Klein gegen Groß, bei dem die Eltern zu „Gegnern“ wurden.

Wer ist geschickter mit dem Diabolo? Das ging bei den Großen erst einmal schief, und um „Gegner“ beim Zweiradfahren zu finden, musste die Lagerleitung schon drohen: „Wir bestimmen Mitspieler.“ Zwei Mütter stellten sich der Herausforderung und zeigten auch ein gewisses Talent in der Sportart – gegen die Kinder hatte „Groß“ aber keine Chance.

Anders sah es beim Luftballontanz aus. Ein Luftballon eingeklemmt zwischen zwei Körper musste zügig durch den Parcours transportiert werden. Hier hatten die Großen genauso die Nase vorn wie bei der Gummibärenblindverkostung. Beim „Torwandschießen“ sahen drei Väter ihre Chance, sich zu beweisen – jeder Fehlversuch der Kleinen wurde von einem kollektiven Aufseufzen begleitet, letztlich mussten sich die Kinder der väterlichen Übermacht beugen.

Das Haus Ephesus präsentierte einen „römischen Stummfilm“, bei dem 13 Obelixe auftraten und tapfere Soldaten mit Schwert und Schild aufmarschierten. Und im Stil von „Wer wird Millionär?“ präsentierte das Haus Thessaloniki ein antikes Quiz – auch hier dauerte die Kandidatensuche ein wenig. Am Ende mussten zwei Kandidatenpaare ihr antikes Wissen offenbaren, was nicht immer von Erfolg gekrönt war.

Um die Götter zu beruhigen, setzte das Haus Phillipi auf ein Musical. Heftige Schwertkämpfe wurden nach der Schlacht mit „Superhero“ besungen, bei den „rappenden Römer“ sangen die Mädels gegen die Jungs an und ernteten Zusatzapplaus.

Zufriedene Aphrodite

Um die kämpfende Meute bei Kraft und Laune zu halten, setzte das Orga-Team wieder auf eine „gute Bewirtschaftung“ der „Taverne“ – der „Lob und Beschwerdekasten“ sorgte beinahe täglich für eine „Beifall-Rakete“ für das Essen aus der Kantine, lacht Pauline Glania. Aphrodite schien durch das Engagement der Ziegerhofler zufriedengestellt worden zu sein. Alle Kinder durften abends das Lager wieder in die Neuzeit verlassen.

Mehr Bilder finden Sie im Internet auf www.tagespost.de.

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