Christian Baron neuer DRK-Präsident im Kreis

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In geheimer Wahl wurde Christian Baron zum Nachfolger von Dr. Joachim Bläse als Präsident des DRK-Kreisverbands gewählt.
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DRK-Kreisverband Schwäbisch Gmünd trifft sich in Durlangen.

Schwäbisch Gmünd/Durlangen. Der DRK-Kreisverband hat einen neuen Präsidenten: In geheimer Wahl wurde Christian Baron mit 57 Ja-Stimmen (bei 16-Nein-Stimmen) zum Nachfolger von Dr. Joachim Bläse gewählt.

Ein stürmisches Jahr 2020 mit außergewöhnlichen Aufgaben und Ereignissen durch die Corona-Pandemie liegt hinter dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz Schwäbisch Gmünd. Dies wurde aus dem Jahresbericht vom stellvertretenden Präsidenten Klemens Stöckle und den Ausführungen von Kreisgeschäftsführer Steffen Alt deutlich. Vor allem in dieser Pandemie-Krise zeigt sich aber, dass die „DRK-Familie“ zusammenhält, wie nicht nur einmal herausgestellt wurde. Test- und Impfaktionen, der schnelle Aufbau eines Notfallkrankenhauses in der Großsporthalle, die Test „Drive-In-Station“ im Schießtal, ehrenamtliches Masken nähen und vieles mehr klang an. Aber es gab auch außerhalb der Pandemie einen Höhepunkt: Die Einweihung des DRK Dienstleistungszentrums „Haus Kaiserberge“ in Straßdorf. Nicht nur einmal wurde Landrat Dr. Joachim Bläse zitiert, der als Präsident des Kreisverbands nun aus dem Amt geschieden ist und am Freitagabend verhindert war bei der Jahreshauptversammlung. So zitierte sein Stellvertreter Stöckle etwa, „dass Ehren- und Hauptamt des DRK die tragende Säule in diesen Krisenzeiten sind“.

Klemens Stöckle mutmaßte, dass es am Freitag wohl die bislang „kleinste Kreisverbandssitzung mit nur 73 Mitgliedern“ gab. Ebenfalls der Pandemie geschuldet. Zur Abwesenheit des Präsidenten Bläse stellte er fest: „Unser Präsident und Landrat kann sich nicht verreißen und er bedauert sehr, dass er nicht hier sein kann.“

Stöckle sparte nicht mit Lob für die DRK-Mitglieder. Bezüglich der Pandemie habe man „kein Übungsfeld davor gehabt und dennoch alles hervorragend organisiert“. Der Blick in den Jahresbericht 2020 zeigt, dass trotz Corona beispielsweise 181 Erste-Hilfe-Kurse mit 1898 Teilnehmern durchgeführt werden konnten. Oder, dass die Bergwacht zehn Einsätze hatte und so Leben retten konnte. Und, dass die Demenz-Stiftung ihr Zehnjähriges hätte feiern können, wäre da nicht Corona gewesen. Erfreulicherweise sind alle 27 Jugendrotkreuzgruppen im Kreisverband treu geblieben und es wurde von Rettungsdienst 8713 Einsätze gefahren. Zudem gab es 10 589 Krankentransporte.

Als Kreisgeschäftsführer stellte Steffen Alt Zahlen und Fakten der Jahresrechnung vor und leitete eine Satzungsänderung ein. Dieser wurde einstimmig stattgegeben. Seinem Bericht konnte man entnehmen, dass große Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro anstehen. Etwa der neue SEG-Standort mit Wohnungen und Tagespflege in der Weißen-steiner Straße für rund 4,5 Millionen Euro. Zudem die zweite Investition in Straßdorf mit 2,5 Millionen Euro und die Senioren-WG in Iggingen für 2,6 Millionen Euro. Auch im Bereich der Sozialarbeit werden für den Fuhrpark rund 200 000 Euro für den Fahrdienst ausgegeben, und im Bereich des Rettungsdienstes für medizinische Ausrüstung und den Fuhrpark rund 385 000 Euro.

Quasi verabschiedet wurden Präsident Dr. Joachim Bläse und der stellvertretende Vorsitzende Reinhold Daiss. Dieser hatte sein Amt 29 Jahre inne. Er und Bläse werden zu einem späteren Zeitpunkt offiziell verabschiedet. Auch Kreisbereitschaftsleiterin Anja Frey scheidet aus.

Vor den Neuwahlen fürs Präsidium stellte sich Christian Baron, Erster Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, vor. Er wurde letztlich in geheimer Wahl zum Nachfolger von Joachim Bläse zum neuen DRK-Präsidenten gewählt. Es folgten weitere Wahlen, deren Ergebnisse bis Redaktionsschluss nicht feststanden. Anja Jantschik

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