Der geistliche Impuls

Das Mögliche schätzen können

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Geisterspiele im Fußball sind ein schmerzlicher Kompromiss. Wenn sich nun viele wünschen, dass beim wirklichen Neustart alles ganz anders werden soll, Kommerzialisierung zurückgedrängt wird und die Fans ganz in den Mittelpunkt rücken, dann ist das nachvollziehbar.

Geisterspiele im Fußball sind ein schmerzlicher Kompromiss. Wenn sich nun viele wünschen, dass beim wirklichen Neustart alles ganz anders werden soll, Kommerzialisierung zurückgedrängt wird und die Fans ganz in den Mittelpunkt rücken, dann ist das nachvollziehbar. Andererseits aber wirkt es, als wolle man sich mit nichts weniger zufriedengeben als der reinen Idee.

Der Traum vom Allerbesten trägt eine Gefahr in sich, wenn man mit dem Vorläufigen und Unperfekten nicht mehr zufrieden sein will. So kann es sein, dass die Unzufriedenheit grassiert und die Bereitschaft, im Unvollkommenen das Beste herauszuholen, sinkt. Vorläufig ist diese Welt aber darauf angewiesen, dass es Menschen gibt, die im Durchwachsenen das Gute erkennen und das Mögliche schätzen. Das Spiel benötigt keine perfekte Welt, sondern ein Gespür, mit Unvorhergesehenem fertig werden zu können und sich gerade dann voll reinzuhauen, wenn die Bedingungen erschwert sind. Selbst in Geisterspielen kann etwas von diesem Geist wirksam sein. Pfarrer Wolfgang Schmidt, Arche

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