Das neue Wohnheim nimmt Form an

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Die Mitwirkenden des neuen Wohnheims (von links): Hans Kielwein (Bauunternehmer), Sabine Fath (Schulleiterin), Karl Kurz (Finanz- und Schuldezernent), Rolf Krautter (Investor), Christof Preiß (Architekt) und Bianca Bundschuh (Firma Kielwein).
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Innerhalb eines Jahres wurde der Rohbau für das neue Wohnheim für Schülerinnen und Schüler sowie für die Studierenden in Schwäbisch Gmünd gebaut. Ende des Jahres soll es fertiggestellt sein.

Schwäbisch Gmünd.

Der Rohbau des neuen Jugendwohnheims in der Heidenheimer Straße in Schwäbisch Gmünd ist geschafft. Insgesamt 105 Appartements stehen hier den Schülerinnen und Schülern sowie den Studentinnen und Studenten des Berufsschulzentrums in Zukunft zur Verfügung. Dieses Projekt wird von der Taxis-Haug-Stiftung finanziert. „Die Stiftung hat in dieses Projekt 9,3 Millionen Euro investiert“, sagt Finanz- und Schuldezernent Karl Kurz. Ende des Jahres solle es fertig sein.

Dass ein privater Investor eine solch hohe Summe in ein Schulheim investiert, sei nicht selbstverständlich gewesen. Daher sei die Freude umso größer, sagt Kurz weiter. Überhaupt sei dieses Projekt, laut Investor Rolf Krautter von der Stiftung, eine Erfolgsstory. „Vor gut einem Jahr haben wir gemeinsam den Antrag für dieses Wohnheim gestellt, und jetzt steht schon der fertige Rohbau“, sagt er. Dabei könne man deutlich erkennen, was sich Architekt Christof Preiß vorgestellt hat. „Wir sind wirklich froh, dass wir so früh in das Projekt einsteigen konnten“, so Krautter. Auch das gute Wetter wirkte sich positiv auf das Vorankommen aus.

Doch ohne das große Engagement, das alle Beteiligten an den Tag legten, sei dies nicht möglich gewesen. „Wir hoffen nun, dass es auch in der Fortsetzung genauso weitergeht“, sagt er.

Auch Architekt Christof Preiß ist begeistert, wie es im Moment läuft. Vor einem Jahr sah das noch anders aus. „Da war hier noch eine grüne Wiese“, erzählt er. Und jetzt stehe schon der fertige Rohbau. „Innerhalb von sechs Wochen haben wir damals die Baugenehmigung nach unserem Antrag erhalten“, erzählt er. Das sei allerdings nur durch die gute Symbiose der Stadt Schwäbisch Gmünd, des Landratsamts sowie der Bauherren vor Ort möglich gewesen. „Man hat einfach noch mehr Lust, wenn alles so gut läuft“, stellt er fest.

Und der Bau verlief bislang so, wie er sich das vorgestellt hat. Auch ihm fiel auf, dass das Glück auf ihrer Seite war. „Ich muss sagen, im ganzen Gebäude gab es nicht einen Tropfen Wasser, trotz Regen“, sagt er. Alles war rechtzeitig isoliert. Aber auch mit den Kosten hatten sie großes Glück. „Hätten wir nur ein paar Wochen später mit den Arbeiten angefangen, hätten wir insgesamt 100 000 Euro mehr zahlen müssen“, ergänzt der Bauunternehmer Hans Kielwein von der gleichnamigen Baufirma Kielwein in Eschach-Seifertshofen. Das Bauunternehmen leitet den Bau. Das liege daran, dass in der Zwischenzeit die Holz- und Kupferkosten rapide angestiegen seien. Dennoch habe er in seiner gesamten Karriere noch nie erlebt, dass eine Entscheidung so schnell getroffen wurde.

Die Schulleiterin der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd, Sabine Fath, freut sich besonders auf die neuen Wohnmöglichkeiten für die jungen Erwachsenen. „Ich bin unheimlich dankbar, dass dieses Projekt tatsächlich realisiert wurde“, sagt sie. Für die Schule sei es ein großer Gewinn, dass das Wohnheim direkt an die Schule angrenzt. Zurzeit wohnen die Schüler im Jugendwohnheim der VGW Schwäbisch Gmünd. Vor allem für die Auswärtigen, die den Blockunterricht im Berufsschulzentrum besuchen, wird das Wohnheim ein Gewinn sein.

Wir sind froh, dass wir so früh in das Projekt einsteigen konnten.“

Rolf Krautter,, Investor

Fakten zum Wohnheim und was künftig geplant ist

Zahlen: Das Wohnheim hat insgesamt drei Stockwerke. „Im obersten Stockwerk wird es 1-Zimmer-Appartements geben“, sagt Sabine Fath. Im mittleren sowie im unteren Stockwerk wird es gemischte, beziehungsweise 2-Zimmer-Appartements geben. Insgesamt gibt es 105 Zimmer, 85 Bäder, eine Dachterrasse sowie einen Gemeinschaftsraum. Ende 2021 soll es fertig sein.
Geplant: Über einen Sport- und Freizeitpark in der Nähe des Wohnheims soll in der nächsten Sitzung des Gemeinderats diskutiert werden. Außerdem soll über vier Jahre das Berufsschulzentrum generalsaniert werden. Dafür investiert die Stadt 40 Millionen Euro.

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