Das Tierheim Dreherhof ist „gut ausgelastet“

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Symbolbild

Der Vorsitzende Jürgen Schneider zieht Bilanz. Pandemie hat das Vereinsleben beeinträchtigt.

Schwäbisch Gmünd. Nachdem wieder größere Veranstaltungen wieder möglich waren, konnte der Tierschutzverein Ostalb wieder eine Mitgliederversammlung abhalten. Der Vorsitzende Jürgen Schneider begrüßte hierzu eine ordentliche Zahl von Mitgliedern in Aalen. In seinem Rechenschaftsbericht erklärte er, dass das Pandemiegeschehen in den letzten beiden Jahren und auch bis heute das Vereinsleben beeinträchtigt habe. So habe wieder kein Tag der offenen Tür im Tierheim stattfinden können.

Anstehende Baumaßnahmen

Auch die vorgesehenen Baumaßnahmen im Tierheim Dreherhof (Kanalanschluss an die Kläranlage, Erstellung von Freiläufen, Renovierung des alten Hundehauses und Breitbandanschluss) hätten sich durch die Pandemie und neuerdings durch die Folgen des Ukrainekriegs verzögert. Es sei aber zu hoffen, so Schneider, dass die meisten Vorhaben noch in diesem Jahr realisiert werden könnten.

Von den im Jahr 2021 490 Fund-, Abgabe- und durch die Behörden eingezogenen Tiere, die im Tierheim Dreherhof aufgenommen wurden, konnten wieder 451 Tiere durch Vermittlung oder Rückgabe an die Halter aus der Obhut des Tierheims entlassen werden. Schneider bedankte sich beim Personal des Tierheims für die „tolle Arbeit“ bei der Unterbringung der Tiere und die sorgfältige Vermittlungsarbeit. Im Moment sei das Tierheim „gut ausgelastet“, es seien auch zusätzlich viele Katzen in Pflegestellen vorübergehend untergebracht.

In diesem Zusammenhang würdigte Schneider auch das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitglieder, die unermüdlich versuchten, die Katzenpopulation durch Kastrationsaktionen und damit späteres Katzenelend wenigstens zu reduzieren. Allein vom Tierschutzverein konnten so im letzten Jahr 160 Katzen mit einem Aufwand von rund 30 000 Euro kastriert und medizinisch versorgt werden weitere Kastrationsaktionen seien in verschiedenen Städten und Gemeinden auf deren Kosten durchgeführt worden. Ein großes Dankeschön, so der Vorsitzende weiter, gebühre auch den vielen Ehrenamtlichen, die wildlebende Katzen an den Futterstellen versorgten und eben den Betreuern der Pflegestellen.

Schneider konnte auch von einem zufriedenstellenden wirtschaftlichen Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 berichten. Die einzelnen Zahlen der Schatzmeisterin Heike Opferkuch wurden bekanntgegeben. Besonders hervorzuheben sei das hervorragende Spendenaufkommen von rund 114 000 Euro. Dies zeige, dass der Tierschutz und das Tierheim Dreherhof in der Bevölkerung des Ostalbkreises einen hohen Stellenwert besitze. Insgesamt sei der Tierschutzverein Ostalb auch finanziell gut aufgestellt. Dies wurde dann von den Rechnungsprüfern Elisabeth Duarte Neto und Hans-Dieter Zuschlag bestätigt. Sie stellten für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 eine ordnungsgemäße Buch- und eine saubere Kassenführung fest.

Die anschließende Entlastung des Vorstands und der Rechnungsprüfer, die einstimmig erfolgte, nahm Finanzdezernent Karl Kurz vom Landratsamt vor. Er bedankte sich im Namen des Kreistags für das große Engagement des Tierheimpersonals und der vielen Ehrenamtlichen für den Tierschutz.

Rückläufige Mitgliederzahl

Gewählt wurden danach jeweils einstimmig: Jürgen Schneider als Vorsitzender, Tanja Baker als stellvertretende Vorsitzende, Heike Opferkuch als Schatzmeisterin, Isabell Gumbinger als Schriftführerin, als Beisitzerinnen Nadine Burgenmeister, Manuela Götz und Melanie Kaim, als Mitglieder des Verwaltungsrats Petra Bader, Iris Kissinger, Dorina Lock und André Lehmann.

Abschließend musste Schneider feststellen, dass die Zahl der Vereinsmitglieder mit noch 870 Personen leicht rückläufig sei. Die Mitglieder seien deshalb aufgefordert wurden, sich für aktive Mitarbeit an Infoständen, Beiträge zur Öffentlichkeitsarbeit und andere Aufgaben im Verein zu melden. Im September soll es ein Treffen im Tierheim geben.

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