Anton Lebersorger: Weiterer Erfolgskoch aus dem Kreis

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Anton Lebersorger Koch Degenfeld Egentalhütte

Der 23-jährige Junior der Degenfelder Egentalhütte siegt beim „Falstaff Young Talents Cup“ in der Kategorie Gemüseküche.

„Ich habe einen sehr guten Mentoren.“

Anton Lebersorger,, Koch

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld

Wer das in der vergangenen Woche erschienene „Falstaff Profi Magazin“ aufschlägt, wird darin womöglich ein bekanntes Gesicht entdecken. Das im gesamten deutschsprachigen Raum bekannte österreichische Wein- und Gourmetmagazin porträtiert in seiner neuesten Ausgabe Anton Lebersorger, Junior des Degenfelder Egentalhüttenwirts.

Dort, auf der Egentalhütte, startete der heute 23-Jährige Erfolgskoch vor rund zehn Jahren auch seine Gastrokarriere, die mit dem Gewinn des „Falstaff Young Talents Cup“ nun ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Es ist auch eine Auszeichnung für die Eltern, die nach wie vor die Egentalhütte führen. Sie führten das Ausflugslokal mit totaler Leidenschaft, berichtet Anton Lebersorger mit spürbarer Begeisterung. „Es ist sein ein und alles“, sagt der Junior über seinen ursprünglich aus Oberösterreich stammenden Vater. Nie sei die Mithilfe für ihn und seine Schwester ein Zwang gewesen. „Es hat uns Spaß gemacht, es war toll“, erzählt Lebersorger. Noch heute sei seine Schwester dort immer wieder anzutreffen, obgleich sie inzwischen auf anderen beruflichen Füßen stehe: „Ich bin sehr stolz auf sie“, sagt ihr Bruder.

Derart positiv in Sachen Gastronomie vom Elternhaus geprägt, absolvierte Lebersorger schon zu Schulzeiten Praktika bei Bernd Huber, der 15 Jahre lang das Schlossrestaurant Castello in Donzdorf leitete und Gault Millau-Punkte führte. Da Huber gerade als Lebersorger seine Mittlere Reife in der Tasche hatte Donzdorf verließ, folgte ihm dieser ins Rebstöckle nach Hagnau am Bodensee. Ihm Nachhinein sieht Lebersorger gerade diesen Umbruch als Glücksfall: „Es war wie eine kleine Neueröffnung“, erinnert sich der erfolgreiche Nachwuchskoch. Eine Zeit lang seien sie nur zu zweit in der Küche gewesen. „Ich konnte brutal viel bei ihm lernen.“ Mit der Zeit sei Huber wie ein zweiter Vater für ihn geworden.

Vom Bodensee führte ihn sein Weg auf Schloss Filseck zu Küchenchef Daniele Corona. „Danach habe ich zwei Jahre lang mit Ivan Lazarenko die Küche im neu eröffneten Restaurant „1582“ in Esslingen direkt am Marktplatz geleitet“, berichtet Anton Lebersorger von seinem weiteren Werdegang. Den ehemaligen Sous Chef von Daniele Corona dürfe er heute ebenfalls zu seinen besten Freunden zählen.

Aktueller Mentor ist Küchenchef Phillip Kovacs, dessen Restaurant „Goldberg“ in Fellbach kürzlich mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnet wurde. Die asiatischen Einflüsse für welche die Goldberg-Küche bekannt ist und der Standort schlugen sich auch im Falstaff-Siegermenue nieder.

Herausgekommen ist eine gelungene Kombination aus Regionalität und Weltläufigkeit, welche auch die prominent besetzte Jury (u.a. Mike Süsser, bekannt aus der Serie „Mein Lokal, Dein Lokal“) überzeugte: Hauptkomponente in der Kategorie Gemüseküche war die Buntmöhre vom Schmiedener Feld als regionales Element. Kräutersaitlinge, asiatische Shiso (Kresse), Kimchi als weiteren asiatischen (Kohlsalat-)Einschlag und Basilikumblüten. Wer bei der Folge nun die früher üblichen Speisekarten-Zutaten („auf“, „an“) vermisst: „Man verwendet heute nur Schrägstriche“, erklärt Lebersorger.

Als Sahnehäubchen räumte Lebersorger auch noch den Titel in einer „Extra-Challenge“ eines Sponsors ab und verwies auch hier die Konkurrenz aus Deutschland und Österreich auf die Plätze.

Den Horizont erweitern

Und wie geht es weiter für Anton Lebersorger? Erst einmal wolle er sein Handwerk perfektionieren. Dafür finde er an seinem jetzigen Tätigkeitsort beste Voraussetzungen vor: „Ich habe einen sehr guten Mentoren und arbeite in einem jungen, motivierten Team“. Ein, zwei eeitere Stationen sollen seinen Erfahrungshorizont zusätzlich erweitern. Ende 20 soll dann der Küchenmeister folgen, so der heutige Plan. Und dann werde vermutlich die Übernahme eines Lokals anstehen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass dies dann die Egentalhütte sein könnte.

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