Besonderes Zeichen für alle Vorübergehenden

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Wegekreuzeinweihung

Ehrenamt Das Wegekreuz der Familie Nagel in Degenfeld wurde mit einer ökumenischen Feier gesegnet.

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld. Ein „nicht alltägliches“ Wegekreuz ziert die Weggabelung Richtung Schweintal in Degenfeld. Die Inschrift darauf lautet „Aus Freud und Leid – Liebe und Dankbarkeit“. Das Wegekreuz wurde von der Familie Doris und Frieder Nagel errichtet und kann eine besondere Geschichte blicken.

Der verschlungene Doppelstamm des Baumes, aus dem das Wegekreuz entstand, wuchs im Wald der Familie Nagel und wurde 2017 in Degenfeld als Maibaum aufgestellt. Unter viel Aufwand, konnte der Baum zu einem neuen Sinnbild der Dankbarkeit von vielen helfenden Händen umgestaltet werden. In unzähligen Stunden wurden die Stämme geschliffen, und witterungsbeständig lackiert. Ein Hut aus Kupfer ziert das Kunstwerk, ein altes Buntglasfenster in Form eines Kreuzes aus dem Gmünder Münster wurde neu gefasst und lässt die Sonnenstrahlen in warmen Licht durchscheinen. Eingefasst ist das Kreuz mit großen Steinen, herbstliche Bepflanzung schmückt das Ensemble.

„Damit hat die Familie Nagel einen wundervollen Ort geschaffen, den man gerne besucht“, freut sich der Degenfelder Ortsvorsteher Hans Peter Wanasek. Zahlreiche Besucher honorierten das Geschaffene mit ihrer Anwesenheit zur feierlichen Segnung, musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Weißenstein, am Sonntag.

Frieder Nagel dankte seinen Mitstreitern, seiner Ehefrau Doris, Ulrich Kothe, Stefan Feuchter, Alexander Funk, Franz Heinzmann, Florian Hieber sowie Frank, Helmut, Jörg und Harald Nagel. Die evangelische Pfarrerin Judit Steinestel interpretierte das Symbol des Kreuzes. Das neue Wegekreuz sei etwas Besonderes, ohne Querbalken und mit den verschlungenen Baumstämmen wirke das Kreuz wie eine „Umarmung“ und symbolisiere Familie und Gemeinschaft und die „innige Begegnung zwischen Gott und Mensch“. Das oben angebrachte Kruzifix erinnere an alles, was den Lebensweg durchkreuzt und daran, dass ungeplante Lebenswege oft alleine gegangen werden müssen.

Außergewöhnlich sei das Glaskreuz aus Buntglas, das wie die Auferstehung und das Schöne im Leben, alles andere überstrahle. Mit Ehrfurcht und Respekt stehe man bei „göttlichschönem Wetter“ vor dem Kreuz, ergänzte der katholische Pfarrer Daniel Psenner. Das Kreuz der Familie Nagel stehe für Leid und Freude für Unfälle und Todesfälle aber auch für große Dankbarkeit. Mit dem Kreuz werde deutlich „Christus ist an unserer Seite auch in der größten Einsamkeit“.

Das Zeichen des „Sieges über Leben und Tod“ wurde feierlich gesegnet, „alle Vorübergehenden sollen im Schutz des Herrn geborgen sein“. Das neue Wegekreuz sei ein großartiges Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. Hier sei etwas geschaffen worden, dass den Ort verschönert, lobte Bürgermeister Christian Baron. Der einstige Maibaum sowie das ausgemusterte Buntglasfenster haben in dem „außergewöhnlichen Kreuz“ ihre Erfüllung gefunden. aro

Wegekreuzeinweihung

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