Degenfelds dörflichen Charakter bewahren

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Wachstum: Im Gebiet „Degenfeld Süd“ mit einer Größe von 1,4 Hektar entsteht Raum für acht bis zehn Bauplätze. Archivfoto: hoj
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Die Fortschreibung des städtischen Flächennutzungsplan findet Anklang im Ortschaftsrat.

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld. Für den Vorentwurf des Flächennutzungsplans der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Schwäbisch Gmünd - Waldstetten mit Zieljahr 2035 wurde bereits im Jahr 2015 der Aufstellungsbeschluss gefasst. Dieses Planwerk soll die Flächen der Stadt und ihrer Ortsteile aufzeigen, in denen eine bauliche Erweiterung möglich ist, da man bereits vor sieben Jahren erkannt hat, die bereits gesetzten Flächen reichen für den Bedarf nicht aus, oder liegen an den falschen Stellen.

Der aktuelle Vorentwurf soll jetzt in allen Ortsteilen dem jeweiligen Ortschaftsrat vorgestellt werden, auf ihrer Tournee durch die Bezirksämter präsentierte die Leiterin des Gmünder Stadtplanungsamtes Birgit Pedoth, dem Degenfelder Ortschaftsrat am Dienstag die komplette Flächenkulisse der Stadt. Die Vorstellung des Rohentwurfs im Gmünder Gemeinderat habe für Diskussionen gesorgt, erklärte die Amtsleiterin, dort wurde angeregt „vorsorglich nachhaltig“ mit dem Flächenverbrauch umzugehen. Unter sieben Aspekten wurden nun die einzelnen Flächen begutachtet und nach einem „Ampelsystem“ bewertet. Nur noch die Flächen, die als unbedenklich zu bebauen eingestuft wurden, schlägt die Stadt Schwäbisch Gmünd den einzelnen Ortsteilen für ihre bauliche Weiterentwicklung vor.

Acht bis zehn Bauplätze

Für Degenfeld standen drei Flächen zur Begutachtung, das Baugebiet Degenfeld Süd mit einer Größe von 1.4 Hektar sei bereits ein laufendes Verfahren, hier entsteht Raum für acht bis zehn Bauplätze. Das begutachtete eventuelle Gewerbegebiet „Firma Heinzmann“ als auch das angedachte Mischgebiet „Im Bilde“, wurden von den Planern als bedenklich und schwer zu bebauen eingestuft.

Für das Gremium stellte dies kein Problem dar, auf Nachfrage von Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek versicherte die Stadtplanerin, sollte Bedarf für eine dortige Bebauung ersichtlich werden, sei eine Änderung des Flächennutzungsplans mit einem Bebauungsplan möglich. Einigkeit herrschte auch, das Gebiet „Eierberg“ nicht zur Bebauung zur Verfügung zu stellen, dies sei ein zu großes Gebiet und würde das Ortsbild zu sehr verändern. Zudem befürchten die Degenfelder Räte, bei einer weiterer „Ausdehnung nach außen“ würde das Dorf in seinem Inneren immer leerer.

Der Vorschlag der Verwaltung wurde vom Gremium in der präsentierten Form angenommen, Pedoth gab nochmals den Hinweis eine bedarfsgerechte Änderung sei möglich.

Der Freizeitclub Degenfeld hat den Grillplatz am Schellenberg wieder hergestellt. Die Clubmitglieder haben Sitzmöglichkeiten errichtet, die Grillstelle erneuert und die Vegetation in Form gebracht, „es ist ein Kleinod entstanden“ freut sich der Ortsvorsteher, der im selben Atemzug von Vandalismus am Grillplatz berichten kann. Um den Platz für Naturgenießer vor weiteren Zerstörungen zu bewahren, stellte der Ortsvorsteher den Antrag an der Zufahrt eine Schranke zu installieren um den motorisierten Verkehr zu unterbinden.

Hier müsse man zuerst die Besitzverhältnisse für den vorgeschlagenen Standort der Schranke klären, gab Stadträtin Dorothea Feuerle zu bedenken. Alternativ wurde über ein Hindernis auf dem Weg zu Grillstelle diskutiert, das so bemessen sein sollte, dass Radfahrer und Fußgänger nicht behindert werden. Wanasek wurde von den Gemeinderäten damit beauftragt, einen entsprechenden Antrag für eine Schranke bei der Stadt zu stellen.

Sollte die unechte Teilortswahl für den Gmünder Gemeinderat abgeschafft werden, besteht beim Ortsvorsteher die Befürchtung, dass Degenfeld keinen Sitz mehr im Stadtrat erhält. Das Gremium positionierte sich hinter dem Ortsvorsteher, der sich klar gegen die Abschaffung der unechten Teilortswahl ausspricht. 

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