Gmünderin schreibt „Der kleine Otter will ganz viel“

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Anja Krüger mt ihrem Buch.
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Anja Krüger aus Degenfeld schrieb und zeichnete ein Kinderbuch über das Wünschen und Haben-wollen. Der Erlös soll an ein noch unbekanntes Spendenziel gehen.

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld

Mit meinem kleinen Sohn habe ich die Liebe zu Kinderbüchern entdeckt!“, erläutert Anja Krüger. Denn Jesse, der heute neun Jahre zählt, wollte kein Buch vorgelesen bekommen, weil er selbst nicht lesen konnte. Für seine Mutter hieß das, selber Geschichtenerfinden. Keine leichte Aufgabe, denn Jesse bestimmte mit, wer im Buch vorkommt, wie sich Dinge entwickeln.

So entstand das Bilderbuch zu einem Thema, das alle Eltern kennen: „Ich will ganz viel!“ In meist vierzeiligen Reimen tauchen Kinder und Große in die nasse schöne Welt vom kleinen Otter und seiner Mama ein.

Haufenweise Spielsachen

Beide haben ein inniges Verhältnis, dem Anja Krüger mit gekonntem Strich und viel Farbe Atmosphäre verleiht. Es ist eine Geschichte vom Wünschen und Haben-wollen.

Eigentlich ist der kleine Otter sehr zufrieden damit, von seiner Mama geliebt und begleitet zu werden, mit einfachen Dingen zu spielen. Dann seine Erkenntnis: Andere Otterkinder haben viel Spaß mit haufenweise Spielsachen. Der kleine Otter sagt:„Das will ich auch!“ Mama Otter erklärt: „Viele Dinge, die kosten viel Schotter!“ Der will verdient werden.

Die Mama fehlt

So enden die gemeinsamen Spielzeiten. Der kleine Otter ist allein und wartet täglich sehnsüchtig auf die Heimkehr der arbeitenden Mama und die neuen Spielsachen. Die stapeln sich und der kleine Otter ist glücklich. Doch nicht lange, dann merkt er, wie sehr ihm seine Mama fehlt. Wie in jedem guten Märchen gibt es ein Happy End mit zwei glücklichen Ottern im blauen Meer.

Pädagogikspielerisch serviert, das ist, was das Buch „Der kleine Otter will ganz viel“ präsentiert und kleine Leute nachdenklich stimmen wird, das ist sicher.

Hier merkt man, dass Anja Krüger die Geschichte mit ihrem kleinen Sohn gefunden hat. Kindgemäß die Sprache, Illustrationen, die zum Träumen verleiten, und Reime, einfach, aber eingängig, so dass sie nicht so schnell vergessen werden. Die Zeichnungen im flotten Strich von Stift und Aquarellpinsel entführen in Situationen, die jedes Kind kennt. Anja Krüger kommt ohne Übertreibungen aus, ohne Comics oder gar Ironie und Sarkasmus.

Schreiben trotz Legasthenie

Die 35-jährige Autorin, von Geburt an dem Schwabenländle treugeblieben, lebt in Degenfeld gemeinsam mit Mann, Sohn, dreibeinigem Hund und Katze in einem kleinen Haus mit großem Garten. Sie schrieb trotz Legasthenie schon als Kind Gedichte und Geschichten, aber „ich wurde nicht ernst genommen.“ Sie machte eine Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin. Die Liebe zur Farbe zeigt sich deutlich: Passend zum Lebensraum des Otters, zeigt ihre Mähne grün. Besondersraffiniert eingebettet auf der Startseite ihrer Homepage als Meereswelle, in der sich beide Ottern selig tummeln.

Adventskrimi für Erwachsene

Passend zur Vorweihnachtszeit hat sie einen Adventskrimi für Erwachsene geschrieben, der am 1. Dezember in Fortsetzungen auf Krügers Homepage startet.

Für Kinder und Jugendliche plant sie die Geschichte ihres dreibeinigen Hundes und ihre Begeisterung fürs Reiten auf dem eigenen Pony wird ganz sicher in einem weiteren Buch „verarbeitet“.

Spendenziele gesucht

Den Erlös aus dem Verkauf der Geschichte über „Konsum, Glück und darüber, was wirklich zählt im Leben“ will Anja Krüger spenden. Noch ist der Adressat nichtfestgelegt, sie sucht in der näheren Umgebung nach einem Projekt, das sie mit ihren Tantiemen unterstützen will.

Das Buch von Anja Krüger „Der kleine Otter will ganz viel“, Verlag Tredition, ist im Buchhandel erhältlich für Euro 17,95.


Auf der Homepage sind Ausmalbilder und Rätsel vom kleinen Otter in Vorbereitung: www.anjakrueger.com

Vorschläge für Spendenziele bitte per E-Mail: skleine.atelier@gmail.com

Ich wurde nicht ernst genommen.“

Anja Krüger,, über ihre ersten Schreibversuche

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