Rettung aus der Luft: 100 Teilnehmer üben auf dem Hornberg

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Ausbildungstag: Bergwacht und die Malteser mit Rettungshundestaffel am Gmünder Hornberg.
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100 Teilnehmer von drei Rettungsorganisationen üben noch bis Samstag gemeinsam die Luftrettung bei dem ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr zum Einsatz kommt.

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld

Seit Donnerstagvormittag bietet sich auf dem Fluggelände am Hornberg ein ungewöhnliches Bild. Mannschaftswagen verschiedener Rettungsorganisation stehen auf dem Parkplatz. Neben den Segelfliegern und Motorflugzeugen startet und landet in regelmäßigen Abständen ein SAR-Hubschrauber der deutschen Bundeswehr. Er lässt Rettungshunde und Menschen aussteigen und nimmt andere tierische und menschliche Passagiere auf. Für drei Tage findet hier eine Großübung organisiert von der Gmünder Malteser Rettungshundestaffel und der Gmünder Bergwacht des DRK statt, zu der auch die Lawinenhundestaffel des BRK angereist ist.

An acht verschiedenen Landeplätzen werden von den Rettungsdiensten verschiedene Einsatzszenarien „durchgespielt“, erklären Michael Berger von der Malteser Rettungshundestaffel und Markus Becker von der Bergwacht. Zwar kennen sich die Bergwachtler in der Gegend aus „wie in ihrer Westentasche“, es kann aber durchaus einmal ein Einsatz erforderlich sein, bei dem der Ort zu einem Verunfallten oder Vermissten nicht zu Fuß zu erreichen ist. Dann bringt ein Rettungshubschrauber die Retter zum Einsatzgebiet. Ist eine Landung nicht möglich, werden die Rettungskräfte mit einer Winde vom Hubschrauber zu Boden gelassen. Genau dieser Vorgang ist ein Trainingspunkt, der am Hornberg rund um Degenfeld geübt werden soll.

Malteser und Bergwacht auf dem Hornberg

Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj
Ausbildungstag Bergwacht und die Malteser Rettungshundestaffel Gmünd Hornberg
Malteser und Bergwacht üben für den Ernstfall.  © Fotos: hoj

Nicht nur menschliche Retter müssen unter Umständen in unwegsames Gebiet. Auch die Mantrailer und Flächensuchhunde der Malteser werden dann per Hubschrauber zum Einsatz geflogen. Ein wichtiger Aspekt der Übungen ist das Verhalten der Hunde in einer im Hubschrauber bei Lärm und beim Absetzen mit der Winde. „Das ist Stress für unsere Tiere“, meint Berger, der auch herausfinden möchte, „wie reagieren unsere Hunde in dieser Situation?“.

Die ersten Trainingsflüge haben die Vierbeiner „schnell weggesteckt“. Für die Hundeführer ein Beweis: „Wir können uns zu 100 Prozent auf unsere Tiere verlassen.“ Für die Bergwacht gehört die Luftrettung und das damit verbundene „abwinschen“, das Abseilen vom Hubschrauber über eine Winde, mit zur Grundausbildung, meint Markus Becker. Denn gelegentlich kommen auch bei Einsätzen der Bergwacht Hubschrauber zum Einsatz. Über die Möglichkeit, mit den Kameraden der anderen Blaulichtorganisationen das „doppelwinschen“, sprich der Patient wird mit einem Rettergemeinsam in den Helikopter gezogen, zu üben sind Becker und seine Kameraden froh.

Wenn die Lawinenhunde des BRK (Bayrisches Rotes Kreuz) im Winter zu Einsätzen müssen, ist ein Hubschraubereinsatz oft „leider“ erforderlich, erzählen Andreas Hammerstingl und Tobias Becker. Denn bei einem Lawinenabgang zählt jede Sekunde, „die Überlebenschance liegt nach 15 Minuten praktisch bei Null“, erklären die beiden Bergretter. Daher sind die bayrischen Vierbeiner erfahrene „Abwinscher“. Um Einblicke in die Vorgehensweise der verschiedenen Staffeln zu bekommen, bestehen alle Teams, die zu simulierten Einsatzszenarien geflogen werden, aus Mitgliedern aller drei Organisationen. „Auch der Austausch untereinander ist sehrwertvoll“. Das gemeinsam Training schweiße die Rettungsteams weiter zusammen. Ein unbezahlbarer Vorteil. Denn bei Einsätzen, zum Beispiel am Rosenstein, werden grundsätzlich die Rettungshundestaffel und die Bergwacht alarmiert. Wie wichtig dieses „blinde Vertrauen“ ist, belegen die Rettungsdienste an steigenden Zahlen ihrer Einsätze, „der Naturtourismus nimmt zu“, erklären die drei Sprecher.

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