Rodelalarm – aber bitte mit Abstand

  • Weitere
    schließen
+
Auf Abstand auf den Rodelpisten rund um den Hornberg, doch beim Parken hielten sich einige nicht an die Gebote.

Trotz voller Parkplätze verhalten sich die Besucher des Hornbergs verantwortungsvoll und genießen Schnee und Landschaft.

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld

Verlängerte Weihnachtsferien, keine verfügbaren Freizeitangebote, dazu Schneefall, der die Landschaft mit einem weißen Tuch bedeckt. Viele Menschen, im Besonderen Familien mit Kindern, suchen derzeit Bewegung und Abwechslung in der Natur. Zu den beliebtesten Anlaufpunkten dienen die Ski- und Rodelpisten rund um den Hornberg, die gerne von "Schneehasen" aus dem ganzen Umkreis aufgesucht werden. Das bewiesen in den vergangenen Tagen die vielen Fahrzeuge aus anderen Landkreisen. Bereits am vergangenen Wochenende herrschte rund um den Hornberg "Rodelalarm". Hunderte kleine Kinder tobten begeistert mit ihren Bobs und Schlitten die Hänge hinunter. Fleißige Papas und Mamas zogen die warm eingepackten Kiddies samt Rutschgefährt wieder den Berg hinauf.

Der Degenfelder Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek berichtet von seinen Erfahrungen in den vergangenen Tagen: Waren am Wochenende noch überfüllte Parkplätze und jede Menge Besucher am Hornberg zu sichten, konnte am Dienstag eine kleine Ruheperiode verzeichnet werden. "Das lag aber mehr an den schlechten Witterungsverhältnissen", meint er. Der Dreikönigstag präsentierte sich als idealer Ausflugstag, bereits am frühen Mittag füllten sich die Parkplätze rund um das Segelfluggelände. Warum aber "Wintersportler" ihre Fahrzeuge in Bushaltestellen oder mitten im Gelände abstellen, bleibt ungeklärt. Wie in Zuckerwatte gehüllt empfing das Kalte Feld die Schneewanderer und Radfahrer, die sich auf dem weitläufigen Gelände gut verteilten. An den Versorgungsstationen Knörzerhaus und Franz-Keller-Haus gab es alkoholfreie Getränke und kleine Mahlzeiten. Auch hier war von einem sorglosen Benehmen nichts zu bemerken. Mit Abstand und Maske wurden die Bestellungen entgegengenommen.

Einige "Ausreißer" scheinen allerdings doch ziemlich achtlos mit der Natur umgegangen zu sein: Hans-Peter Wanasek berichtet von einem erhöhten Müllaufkommen in den vergangenen Tagen.

Trotz der am Dreikönigstag wieder gestiegenen Besucherzahlen verteilten sich die Menschen an den Rodelhängen auf kleine Grüppchen mit ausreichend Abstand. "Gut besucht, aber ruhig", merkt Wanasek an, der an die Eigenverantwortlichkeit der Besucher appelliert. Eine behördliche Schließung der Hänge und Pisten rund um den Hornberg möchte er unter allen Umständen vermeiden. Damit würden sich die Besuchermengen nur auf andere Punkte verlagern und noch mehr konzentrieren. Daher werde der Kommunale Ordnungsdienst an den Wochentagen und Polizeistreifen an den Wochenenden weiterhin kontrollieren. Aus Sicht der Polizei gestaltete sich die Situation am Hornberg "gesittet und im Rahmen". Verstöße seien nicht festgestellt worden. Auch die Rettungswege blieben frei.

Zurück zur Übersicht: Degenfeld

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL