Schnelles Internet und ein Osterbrunnen zum Jubiläum

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Degenfeld hat durch seine Tallage eine gute klimatische Situation, erfuhren die Ortschaftsräte am Dienstagabend.

Mit vielen Glanzlichtern feiert Gmünds kleinster Ortsteil Degenfeld dieses Jahr sein 750-jähriges Bestehen.

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld

Seit vergangenem Jahr befasst sich der Degenfelder Ortschaftsrat rund um Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek mit der Gestaltung des großen Dorfjubiläums. Das Datum für die Feierlichkeiten sei bei der Sitzung der Vereinsvorstände auf das Wochenende 19. und 20. September festgelegt worden, informierte der Ortsvorsteher bei der Sitzung des Ortschaftsrats am Dienstag.

Der rund 450 Seelen starke Ort hat für das Dorfjubiläum große Pläne. Der Programmablauf sieht für den Festsamstag einen ökumenischen Gottesdienst mit einem anschließenden Festakt in der Kalte-Feld-Halle vor. Aus dem Gmünder Stadtarchiv sollen alte Dokumenten und Exponate über Degenfeld ausgestellt werden. Ein Festumzug und ein Kinderfest zur Einweihung des Spielplatzes an der Kalte-Feld-Halle ist für den Fest-Sonntag geplant.

Damit sind die Feierlichkeiten noch nicht beendet. Der neue Dorfbrunnen in der Ortsmitte wird an Ostern eingeweiht. Die Gestaltung zu einem "Osterbrunnen" übernehmen die Landfrauen. Weiteres Glanzlicht soll eine von der Bergwacht geführte Sternwanderung sein. Zudem wird Gmünds Stadtarchivar Dr. David Schnur als Kommentator den im Dritten Reich auf dem Hornberg gedrehten Spielfilm "Himmelhunde" begleiten. Für die beiden Veranstaltungen werden die Termine noch festgelegt.

Weiteres Thema der Sitzung war das Feuerwehrhaus. Es habe keine getrennten Sanitär- und Umkleideräume für Frauen und Männer und sei daher nicht mehr zeitgemäß, informierte Hans-Peter Wanasek. Durch den Erwerb angrenzender Garagen könnte am Standort ein zeitgemäßes Feuerwehrgerätehaus entstehen. Derzeit werde ein Gutachten über die Tragfähigkeit des Bestandsbaus erstellt. Nach der Vorlage der Ergebnisse werden Überlegungen über das weitere Verfahren angestellt.

Da die anderen Querungen zwischen Fils- und Remstal mit Tonnagenbegrenzungen für den Schwerlastverkehr versehen sind, fahren die schweren Lastwagen über den Furtlepass und durch Degenfeld, was die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt. "Hier bleiben wir dran", versprach der Ortsvorsteher.

Das Grundstück mit dem alten Lädle konnte gekauft werden, informierte er. Ein neu zu gründender Bürgerverein könnte dort etwas Sinnvolles und Nachhaltiges für den Ort zu schaffen.

Wollen nur zehn Glasfaser?

Einen Sachstandsbericht zum Thema schnelles Internet gaben Yannick Kühnhöfer und Matthias Sonnentag von der Gmünd Com. Die "besonderen Gegebenheiten in Degenfeld" erschwerten den Ausbau des schnellen Internets. Eine Signalumsetzung von Schwäbisch Gmünd nach Degenfeld sei nicht machbar. Daher müssten die Signale über Stuttgart durch das Filstal nach Weißenstein geleitet werden, was Verzögerungen mit sich brachte. Lieferschwierigkeiten einzelner Komponenten hätten für weitere Verzögerungen gesorgt, informierten die Fachmänner. Nach einer Bürgerinformation hätten sich in Degenfeld nur zehn Interessenten für einen Glasfaserhausanschluss gemeldet. Sollte diese Zahl bis Ende Februar auf 50 Interessenten ansteigen, würden die Preise der Hausanschlüsse von rund 1100 Euro auf rund 800 Euro sinken.

Glasfaserhausanschlüsse für Häuser "in den zweiten Straßenreihen" seien nur durch Tiefbaumaßnahmen erstellbar. Die Kosten hierfür liegen bei mehr als 4000 Euro. Der Zusammenfassung von Ortsvorsteher Wanasek, "spätestens in sechs Wochen ist in Degenfeld schnelles Internet verfügbar", stimmten die Experten zu.

Maike Heinle vom Gmünder Amt für Stadtentwicklung informierte über das städtische klimagerechte Flächenmanagment in Bezug auf Degenfeld. Degenfeld habe "durch seine Tallage eine gute klimatische Situation", die durch einen guten Austausch durch die bergabgehenden Kaltluftströme gefördert werde.

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