Demoteam auf „Exkursion“

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Etwa 70 Personen waren am Mittwochabend zur Demo gegen die Corona-Auflagen nach Alfdorf gekommen. Dorthin hatte das Gmünder Marktplatzdemoteam eine „Exkursion“ gemacht..
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Etwa 70 Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrierten am Mittwochabend in Alfdorf.

Alfdorf

Etwa 70 Personen demonstrierten am Mittwochabend in Alfdorf bei der 106. Kundgebung des Gmünder Marktplatzdemoteams gegen die Auflagen der Corona-Pandemie. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Nein zum Maskenzwang und Testzwang an Kitas und Schulen“. Thomas Jauch, der die Demo angemeldet hatte, forderte die „Rücknahme aller Corona-Maßnahmen. Er sprach von Corona als „Plandemie,“, als „geplante Aktion“. Der Alfdorfer Stefan Schmidt kritisierte Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz. Dieser hinterfrage nicht. Die an diesem Abend in Alfdorf anwesenden Demonstranten seien die „wahren Verfassungsschützer“.

Anwesend war der Leiter des Ordnungsamtes des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis, Roman Böhnke. Das Ordnungsamt hatte den Anmelder auf die Regelungen der Corona-Verordnung und insbesondere das Abstandsgebot hingewiesen, sagte Kreissprecherin Leonie Ries auf GT-Anfrage. Bei einer erwarteten Teilnehmerzahl von unter 100 werde „bei einer stationären Kundgebung mit festen Stehplätzen und Abstand keine Maskenpflicht verhängt“. Böhnke war anwesend, um dies zu kontrollieren und gegebenenfalls „spontan eine Maskenpflicht anzuordnen“. Die Demo sei ordnungsgemäß angemeldet und nicht verboten worden, sagte Ries. Die Ausgangslage sei eine andere wie in Gmünd. Gegen den Anmelder der Alfdorfer Demo liege nichts vor. Er habe sich bislang immer an die Auflagen gehalten. Der Rems-Murr-Kreis habe sich dabei eng mit dem Ostalbkreis und der Polizei abgestimmt. Auch die Polizei war am Abend in Alfdorf vor Ort.

Er sei „nicht glücklich“ über diese Kundgebung in Alfdorf, sagte Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz im GT-Gespräch. Denn er teile „die inhaltlichen Positionen nicht“. Der Schutz vor Ansteckungen sei wichtig, sagte Krötz, der „im dienstlichen wie im privaten Leben“ schon auf Menschen getroffen sei, die an Corona gestorben seien oder schwer darunter litten. Er habe selbst Kinder, sagte Krötz. Und: Sie seien nicht traumatisiert, weil sie Masken tragen müssten.

Ich teile die inhaltlichen Positionen nicht.“

Bürgermeister Ronald Krötz

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