Den Kindern mehr Zeit geben

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Stadtverwaltung bereitet mit Schulleitern eine Resolution an das Kultusministerium und das Staatsministerium vor.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt Gmünd will sich mit einer Resolution an das Staatsministerium und das Kultusministerium dafür stark machen, Kindern und Schülern mehr Zeit zu geben. Sie gehörten zu den „größten Verlierern dieser Krise“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold. Sie litten am meisten unter der Inzidenz über 165 im Ostalbkreis. „Wir blockieren die Bildung und Ausbildung unserer Kinder, wenn wir nicht schnell unter 165“ kommen, sagte Arnold. Es bringe nichts, das G8 durchzupeitschen. Manche Kinder seien seit Dezember nicht mehr in der Schule gewesen. Arnold erarbeitet deshalb gemeinsam mit Bürgermeister Christian Baron, Schulamtsleiter Klaus Arnholdt und den Rektoren Daniela Maschka-Dengler und Veit Botsch eine Resolution. Diese soll kommende Woche den Stadträten vorgestellt werden. Fünf Prozent der Schüler seien jetzt schon verloren, sagte Baron. Dies könnten wir uns aber nicht leisten. Es gebe Schüler, die die Situation gut im Griff hätten. Es gebe aber auch Schüler, die nicht klar kommen, die in Depressionen verfallen und suizidale Gedanken hätten. Lernbrücken reichten nicht aus. Zudem sei Schule nicht nur Lernstoff, sondern Austausch im Klassenverband mit Vorbildern unter Schülern und Lehrern. All dies gehe verloren. Und dies gehe schon ein Jahr. Deshalb sagte Baron: „Wir brauchen ein Rettungspaket für unsere Schüler.“

Arnold forderte zudem die Gmünder auf, alles zu tun, um im Kreis auf eine Inzidenz unter 100 zu kommen. Der OB geht davon aus, dass zu Pfingsten „einiges freigegeben“ werde. Aber „nur in Gebieten mit einer Inzidenz unter 100“. Deshalb müsse der Ostalbkreis unter 100 kommen. „Wir werden das schaffen“, appellierte Arnold an die Stadtgemeinschaft, Abstand zu halten, Regeln einzuhalten und sich schnellstmöglich impfen zu lassen. Er selbst habe sich mit Astrazeneca impfen lassen, sagte Arnold, nachdem Baron berichtet hatte, dass es diesem Impfstoff gegenüber im Mobilen Impfzentrum in der Schwerzerhalle viel Skepsis gebe. Von etwa 5000 Bürgern zwischen 70 und 80 Jahren hätten sich etwa 150 gemeldet, sagte Baron. Viele kämen nicht. Gmünd habe deshalb 500 offene Impftermine gehabt, den Impfstoff aber rechtzeitig zurückgegeben. Gelungen sei es, Obdachlose zu impfen. Eine spezielle Gruppe, die es schwer habe. Michael Länge

Ein Kind malt etwas

Rubriklistenbild: © pixabay

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