Der Frust an Schulen wächst

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Die Stadträte diskutieren eine Resolution, in der Schulen das Kultusministerium um Zeit und Flexibilität bitten.

Schwäbisch Gmünd. „Schulen beobachten mit großer und wachsender Sorge, dass die Situation des ausschließlichen Fernunterrichts Kinder und deren Familien überfordert.“ Darauf will die Stadtverwaltung in einer Resolution hinweisen, die nach einem Beschluss im Gemeinderat ans Kultusministerium gehen soll. Den Entwurf für die Resolution diskutieren die Stadträte des Verwaltungsausschusses in ihrer Sitzung am Mittwoch, 12. Mai.

„Der Frust wächst“, heißt es in dem Entwurf hinsichtlich der „Dauerkrise“, die im März 2020 begonnen habe und sich wahrscheinlich zumindest bis Schuljahresende 2021 fortsetzen werde. Der Bildungsplan könne nur eingeschränkt umgesetzt werden. Eine schriftliche und mündliche Leistungsmessung sei weniger aussagekräftig und abhängiger vom familiären Lernumfeld. Dies sei auch eine „Frage der Bildungsgerechtigkeit“. Am meisten litten Kinder und Jugendliche, die daheim keine Unterstützung bekommen. „Diese Schüler verlieren wir zusehends.“ Die Schulsozialarbeit schlage daher seit Monaten Alarm. Doch auch gute Schüler könnten nicht so gefördert werden können, wie es im Präsenzbetrieb möglich wäre. Zumal: Das Leben an der Schule sei mehr als nur Unterricht. Schule sei auch ein Ort zur Persönlichkeitsentwicklung und Begegnung.

Wenn die Schule wieder normal laufe, seien die Folgen der Pandemie nicht weggeblasen. Lehrer könnten mit den Schülern die Rückstände aufholen, aber nicht innerhalb zweiwöchiger Lernbrücken. Dafür brauche es Zeit und Flexibilität – „und darum bitten wir Sie“, so die Aufforderung im Resolutionsentwurf ans Kultusministerium. Die Schulen und die Verwaltung arbeiteten derzeit an konkreten Lösungsvorschlägen.

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Neben der Diskussion über die Resolution geht es im Verwaltungsausschuss um das Zentrum für Existenzgründer in:it co-working lab in der Robert-von-Ostertag-Straße. Und konkret um die Frage, wie dieses sichtbarer werden kann. Weitere Themen sind der Kauf eines Wechselladerfahrzeugs für die Innenstadtabteilung der Feuerwehr und ein Zuschuss zur neuen Heizung im katholischen Kindergarten St. Maria in Rechberg.Julia Trinkle

Die Sitzung beginnt am Mittwoch, 12. Mai, um 16 Uhr im Peter-Parler-Saal des Stadtgartens. Bürger sind willkommen.

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