Die Pläne fürs „westliche Stadttor“ und der Umgang mit den Bürgern

Die Devise „Offen sein“ gilt für alle Seiten

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Bauen ist Präzisionsarbeit. Präzise sollte auch die Information über solche Vorhaben sein. Vor allem, wenn man Menschen über die von anderen bereits skizzierten Visionen für ihre Grundstücke informieren möchte. So wie es die Stadtverwaltung mit Anwohnern und Gewerbetreibenden der Lorcher Straße angekündigt hatte. Zwei Planer stellten in dieser Woche nochmals ihre Ideen für das nun „westliches Stadttor“ genannte Gebiet vor.

Ideen, die, so sagte es Oberbürgermeister Richard Arnold, zu einer Diskussion über Ziele führen sollen, die man in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten erreichen möchte. Oder doch schneller? Baubürgermeister Julius Mihm sagte wenig später, dass bis Jahresende ein Rahmenplan vorliegen soll, der „an markanten Stellen“ schon „klare Festlegungen“ enthält. Der Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Gerhard Hackner, hatte dem Bauausschuss berichtet, dass bis 2024 erste Baumaßnahmen denkbar seien.
Die Verwaltung habe „Ängste geschürt“, meinte ein Betroffener. Julius Mihm sicherte zwar zu, dass niemand auf seinem Grundstück etwas verändern muss, wenn er oder sie sie nicht will. Doch geht das, wenn sich rundum alles verändert? Wenn die Stadtverwaltung womöglich drängt, weil sich das eigene Grundstück nicht in die neu gestaltete Umgebung einpasst? Antworten gibt es noch nicht. Denn dass die Stadt mit jedem Eigentümer spricht, ist zugesagt, aber noch nicht geschehen, wie der Baubürgermeister einräumte.
„Offen sein, das ist die Devise“, hatte Oberbürgermeister Arnold gesagt - vor allem an die Grundstückseigentümer gerichtet. Dabei müsste diese Devise zu allererst für die Verwaltung gelten. Wolfgang Fischer

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