Die ganze Stadt wird zum Weihnachtsmarkt

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Gmünds Weihnachtsmarkt und die Eisbahn werden in diesem Jahr kombiniert. Fotos (Archiv): Tom / Grafik: Bettina Opferkuch
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Gmünds Budenzauber wird der Corona-Pandemie wegen in diesem Jahr mit der Eisbahn kombiniert. Gastronomen und Handel werden eingebunden.

Schwäbisch Gmünd.

Für Stadtsprecher Markus Herrmann ist es die Fortsetzung der bisherigen städtischen Linie in Corona-Zeiten: "Machen, was machbar ist." Deshalb wird es nach den Konzerten im Himmelsgarten im Sommer und dem Markt "Garten, Gold & Gsälz" im Remspark in diesem Jahr in Gmünd einen Weihnachtsmarkt geben. Einen besonderen. Denn die 35 Stände, die auf dem Marktplatz, dem Johannisplatz und in der Bocksgasse aufgestellt werden, werden mit der Eisbahn vor dem Rathaus kombiniert. Weihnachtsmarkt und Eisbahn beginnen am Donnerstag, 26. November. Der Weihnachtsmarkt dauert bis zum 20. Dezember, die Eisbahn bleibt bis zum 31. Januar.

Die Stadt habe andere Standorte überlegt, wollte dann aber doch, auch des Handels wegen, "die Frequenz in der Innenstadt halten". Unter den 35 Ständen sind keine Imbiss- und Getränkestände zugelassen. Die Standbetreiber bieten Weihnachtliches und Kunsthandwerkliches. Die Stände werden "weit auseinandergezogen". Es soll in der Stadt eine weihnachtliche Atmosphäre entstehen, auch durch eine Beleuchtung des Johannisturms und der Mariensäule. "Einfacher wäre es gewesen, keinen Weihnachtsmarkt zu machen", sagte Herrmann. Und: "Das aber wollten wir nicht."

Neben den Ständen gebe es das Weihnachtsriesenrad und das Märchenkarussell für Kinder, sagte Robert Frank von der Touristik & Marketing GmbH (T & M). Auf Krippe, Eisenbahn und Imbiss- und Getränkestände werde verzichtet, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Betreiber dieser Stände hätten "alle vollstes Verständnis" gezeigt, sagte Frank.

Ins weihnachtliche Gmünd einbezogen werden in diesem Jahr die Gastronomen. Sie können außen bewirten wie im Sommer. Mit Heizpilzen. Dies freut Hannes Barth, Vorsitzender der Fremdenverkehrsgemeinschaft Pro Gmünd. Denn Corona habe die Gastronomie gebeutelt, die Wirtsleute seien froh über die "Chance, etwas aufzuholen". Welche Gasthäuser mitmachen, ist noch offen. Dies ermittelt Pro Gmünd gerade. Die Gastronomen haben dabei das Infektionsgeschehen im Blick: Gebe es im Ostalbkreis mehr als 50 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen, würden "die Karten neu gemischt".

Das Ganze ist ein Prozess, ein Versuch.

Markus Herrmann, Stadtsprecher,  zum Weihnachtsmarkt in Corona-Zeiten

Die Eisbahn wird in diesem Jahr größer sein: 450 statt 375 Quadratmeter. Deshalb wird sie auf dem Marktplatz gedreht. In ihrer Mitte wird der Weihnachtsbaum stehen. Maximal 80 Personen dürfen gleichzeitig laufen. Dabei wird es Zeitfenster von jeweils drei Stunden geben. Während des Laufens muss keine Maske getragen werden, in den Bereichen um die Eisbahn herum schon. Die Eisbahn wird, wie in den Vorjahren, von Ehrenamtlichen betreut. Wer dabei helfen will, wendet sich an Carmen Bäuml unter (07171) 7989642. Neben der Eisbahn gibt es einen mit einem eigenen Eingang versehenen Catering-Bereich. Dort dürfen sich maximal 90 Leute aufhalten. Wie in Vorjahren gibt es wieder den Kalender des Handels am Rathaus.

Nach derzeitigem Stand wird es auf dem Weihnachtsmarkt keine Maskenpflicht geben. Die Veranstalter bitten die Gäste aber, auf Abstand zu achten und die Hygienestationen zu nutzen. Dies kann sich jedoch von Tag zu Tag ändern. Deshalb ist Bestandteil des Konzepts, "dass wir auf jede Situation reagieren können" und, zum Beispiel, Masken zur Pflicht machen können, sagte Herrmann. Die Veranstalter werden in Teams unterwegs sein und, sollten Menschenansammlungen zu groß sein, diese darauf hinweisen. Eine Ampel, die die Anzahl der Menschen auf Markt- und Johannisplatz reguliert, halten die Organisatoren nicht für nötig. Weihnachtsmarkt und Eisbahn in Corona-Zeiten seien "ein Versuch", sagte Herrmann. Die Erfahrung der Veranstaltungen im Himmelsgarten und im Remspark hätten aber gezeigt, "dass die Leute vernünftig sind".

Der Weihnachtsmarkt beginnt am 26. November und dauert bis 22. Dezember. Er ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Die Eisbahn beginnt ebenfalls am 26. November und bleibt bis zum 31. Januar. Sie ist montags bis freitags von 13.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr.

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