Die Herrlichkeit glänzt in Silber

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Stadtgoldschmiedin Barbara Amstutz
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Barbara Amstutz ist die 18. Stadtgoldschmiedin. In einer Ausstellung im Prediger zeigt sie ihre Arbeiten. Ein Workshop wird Ende August folgen.

Schwäbisch Gmünd. Für die Schmuckstadt Schwäbisch Gmünd ein regelmäßig wiederkehrendes Ereignis: Alle zwei Jahre bereichern international herausragende Gold- und Silberschmiede aus ganz Europa mit einer Ausstellung und einem Workshop die Szene. Stadtgoldschmiedin 2022 ist Barbara Amstutz aus Basel. Conrad Stütz konnte sie für diesen Abstecher nach Schwäbisch Gmünd gewinnen, beide kennen sich seit vielen Jahren aus dem Hammerclub, der sich mit Silberschmieden befasst.

Ums Silberschmieden geht es auch in der Ausstellung, die an diesem Donnerstag in der Galerie im Chor im Prediger eröffnet wird. Arbeiten, die Gmünds Ersten Bürgermeister bei einem Rundgang begeistern. Ihn erinnern Objekte, die in der Präsentation oft als Paar zu sehen sind, an die griechische Mythologie. Objekte, „die für sich alleine stehen, die aber auch zusammengehören können“. Christian Baron schätzt auch den Werdegang der Gold- und Silberschmiedin. Nach einem Studium der Vergleichenden Religionswissenschaften, der Philosophie und Geschichte. Sie absolvierte eine Goldschmiedelehre in Basel und belegte an der dortigen Schule für Gestaltung eine Ausbildung im Fachbereich Tiefdruck und Radieren. Ganz besonderen Spaß hat sie aber im Umgang mit Silber, lernt diese Fertigkeiten in Schoonhoven in den Niederlanden. „Da kommt jede Menge Fachwissen nach Schwäbisch Gmünd“, freut sich der Erste Bürgermeister.

Da kommt jede Menge Fachwissen nach Schwäbisch Gmünd.“

Christian Baron,, Erster Bürgermeister

„Die Kraft und die Herrlichkeit“, so nennt sie eine Vase aus Silber und Gold. Ein Titel, der über der ganzen Ausstellung stehen könnte. Und der für die Lieblingstechnik Barbara Amstutz‘ spricht. Sie bevorzugt das Hämmern und schafft damit Oberflächen, die eine filigrane Lebendigkeit zulassen. Viele der oft skulpturenartigen Gefäße sind auf diese Weise entstanden. Andere sind „montiert“, darunter versteht man das Zusammenlöten einzelner Flächen. Und gelegentlich mischen sich beide Techniken in einem Werk.

Was dahinter steckt, das schätzt auch Stadtgoldschmied-Initiator Conrad Stütz. Er ist schon gespannt auf den Workshop vom 29. August bis 2. September im Arenhaus am Marktplatz. Die Stadtgoldschmiedin wird dann gestalterische und handwerkliche Feinheiten transportieren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer herausfordern. „Der Blick von außen ist uns besonders wichtig“, sagt Conrad Stütz, der die Tradition schon sein vielen Jahren am Laufen hält. Barbara Amstutz ist die 18. Stadtgoldschmiedin in Schwäbisch Gmünd.

„Was auch immer der Auslöser für eine Arbeit ist - während des Entstehungsprozesses bewege ich mich stets im Spannungsfeld von Material, Gestaltgebung und Handwerkstechnik. Eine Idee zu verfolgen und vom Entwurf bis zur Herstellung selber umzusetzen, fasziniert und beglückt mich immer wieder aufs Neue“, sagt die Stadtgoldschmiedin bei der Vorabpräsentation der Ausstellung.

Hinter der Organisation steht schon seit 1989 die Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst in Schwäbisch Gmünd, seither läuft dass Projekt Stadtgoldschmied.

„Texturen“ bis zum 26. Juni

Die Ausstellung „Barbara Amstutz, Texturen“ wird an diesem Donnerstag um 19 Uhr eröffnet. Bei schönem Wetter auf dem Johannisplatz statt, bei Regen im Innenhof des Kulturzentrums Prediger. Zu sehen sind die Arbeiten bis 26. Juni. Zur Eröffnung spricht Erster Bürgermeister Christian Baron. „Die Esslinger Alphörner“ mit Eckhart Fischer & Uwe Eberspächer spielen.

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