Die Neuen aus der Drohne gefilmt

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700 000 Euro hat die Stadt für die Feuerwehrabteilung für Wetzgau und Rehenhof ausgegeben.

700 000 Euro investiert die Stadt Schwäbisch Gmünd für den Brandschutz im Stadtteil Wetzgau-Rehenhof - die dortige Feuerwehr hat nun zwei neue Einsatzfahrzeuge.

Schwäbisch Gmünd

Gegründet wurde die Feuerwehr in Wetzgau im Jahr 1897. Damals waren die Wetzgauer eine Abteilung der Feuerwehr Großdeinbach, seit der Eingemeindung Wetzgaus 1938 wird die Feuerwehr als Abteilung 3 der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Gmünd geführt.

Rund 7000 Bürger können im Notfall auf die schnelle Hilfe der Wetzgauer Wehr rechnen, Abteilungskommandant Mathias Weiß verweist darauf, dass die Wetzgauer Wehr die drittgrößte Feuerwehrabteilung der Stadt ist.

Für die 38 aktiven Mitglieder, darunter acht Frauen, stehen zwei große Ereignisse an, ein „historischer Moment“, wie Gesamtkommandant Uwe Schubert sagt. Denn am 30. April 1971 begann für die Wetzgauer Wehr „eine neue Zeitrechnung“, damals wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht und die Kameraden konnten dank eines Löschfahrzeugs erstmals motorisiert zum Einsatz kommen.

Zum 50-jährigen Motorfahrzeugjubiläum kommt nun die Freude über die Inbetriebnahme eines neuen Löschgruppenfahrzeugs und eines Gerätewagens Logistik dazu. 2015 wurde im Haushaltsplan der Stadt Gmünd erstmals die Ersatzbeschaffung für das Löschfahrzeug LF 8/6 aus dem Jahr 1993 und den SW 2000, der 2010 nach Wetzgau verlegt wurde, zu lesen. Ein Förderbescheid für den Landeszuschuss 2018 sorgte für Freude, eine Fahrzeuggruppe in Wetzgau wurde gegründet, gemeinsam mit der Gmünder Feuerwehrführung wurde ein Leistungsverzeichnis erarbeitet.

Im November 2020 konnte das Löschfahrzeug in Dienst gestellt werden, der Gerätewagen folgte jetzt im Mai 2021. Und noch etwas ist besonders an der Wetzgauer Fahrzeugausstattung erklärt Kommandant Weiß, „wichtig war es, dass beide Fahrzeuge von der taktischen Bedienung her so identisch wie möglich sind“, dies habe den „mehrjährigen Beschaffungsprozess“ kompliziert gemacht, die Kameraden und Kameradinnen profitieren dafür von einem schnelleren und besseren Überblick im Notfall.

700 000 Euro investierte die Stadt Gmünd für den Brandschutz im Stadtteil. Die Freude über die neuen Fahrzeuge wurde durch die Pandemie getrübt, die Auslieferung der Fahrzeuge verschob sich immer weiter nach hinten, „seit Beginn der Pandemie ist auch der Feuerwehrdienst ein anderer“, erzählen Gerätewart Christian Dolle und Alexander Trautmann von der Arbeitsgemeinschaft „Historie“ der Abteilung. Übungen in Präsenz gebe es praktisch nicht mehr, die Ankunft der Fahrzeuge, sonst ein Fest für die ganze Feuerwehr, wurde mittels Drohne gefilmt, nur wenige Mitglieder durften dabei sein. Die Einsätze aller Feuerwehrmitglieder sind oft gefährlich, daher „möchten wir nicht ohne göttliche Segen in die Einsätze gehen“, meint Kommandant Weiß und bedauert dass die Segnung der Fahrzeuge nicht im öffentlichen Rahmen stattfinden kann.

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