Die St.-Coloman-Glocken läuten wieder

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Die Colomanglocke läutet täglich wieder zwei Mal. ÌFoto: privat

Nach Reparaturarbeiten ist das Wetzgauer Glockenterzett wieder vollständig.

Gmünd-Wetzgau. Die drei Kirchenglocken der Kolomankirche in Wetzgau sind seit Mai 2021 verstummt. Nach aufwändigen Reparaturarbeiten in der ersten Märzwoche laden die Glocken wieder wie gewohnt morgens und abends jeweils um 7 Uhr beziehungsweise um 19 Uhr zum Gebet ein.

Wer zu diesen beiden Uhrzeiten genau hinhört, stellt fest, dass die Glocken und der Stundenschlag der Turmuhr harmonisch und weicher klingen als im vergangenen Jahr. Denn bei den von der Firma Hörz durchgeführten Reparaturarbeiten wurde das letzte Stahljoch durch Eichenholzjoch ersetzt. Zudem sind neue Lager und neue Klöppel mit einer modernen Aufhängung eingebaut worden. Die Kirchengemeinde St. Maria Wetzgau-Rehnenhof hat für die Sanierung des Glockengeläuts 12 800 Euro ausgegeben.

Auch die Absperrung um die Kirche mit den Gefahrhinweisen für herunterfallende Ziegel ist verschwunden. Mit Hilfe einer großen Arbeitsbühne wurden von einem Dachdecker die Firstziegel am Turmhelm in luftiger Höhe von 26 Metern ersetzt. Einer dieser Turmziegel hatte sich im Zusammenhang mit starkem Wind Anfang Januar gelöst, ist auf das Dach der Kirche gefallen und hatte dort an zwei Stellen die Eindeckung beschädigt. Alle Schäden sind nun behoben und so kann der Weg an der Kolomankirche wieder gefahrlos begangen werden.

Der Beginn vieler Maßnahmen

Die Reparatur der Glocken war der Beginn einer ganzen Reihe von Maßnahmen zum Erhalt der Kolomankirche aus dem 13. Jahrhundert. Statiker haben festgestellt, dass der Kirchturm vom Kirchenschiff abreißt. Abplatzungen und Risse an der Sandsteineinfassung und im Bereich des Eingangs müssen erneuert und die Salzausblühungen beseitigt werden. Der Dachstuhl ist zum Teil mit Schädlingen befallen. Da die verputzten Innenwände und die Decke in der Kirche stark vergraut ist, wünscht sich die Kirchengemeinde eine Innenrenovierung. Da es sich bei St. Coloman um eine Filialkirche handelt, müssen Bau- und Unterhaltungskosten von der Kirchengemeinde selbst getragen werden. Ohne Spenden und Eigenleistungen von Gemeindemitgliedern können die Baumaßnahmen nicht in Angriff genommen werden.

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