Die Stadt im Wechsel der Gefühle sucht Zukunft

+
Michael Länge
  • schließen

Das Jahr 2021. Und das Jahr 2022.

So bitter es ist: Die Corona-Pandemie spannt den Bogen vom Anfang des Jahres zu dessen Ende. 22 Senioren starben Anfang des Jahres, nachdem sich 101 Bewohner und 49 Mitarbeiter des Seniorenzentrums Wetzgauer Berg mit Corona infiziert hatten. Zehn Monate später, im November und Dezember, musste die Stadt erneut den Weihnachtsmarkt absagen. Und sie organisiert mit dem Ostalbkreis Impfungen, Impfungen, Impfungen, um gegen Omikron gewappnet zu sein. Dazwischen gab's Lichtblicke und Leidvolles: Nach zwei Jahren das erste Altersgenossenfest der 71er. Nach fünf Jahren im Juni ein erneutes Unwetter, das Erinnerungen an zwei Todesopfer im Mai 2016 wach werden ließ. Eine Ausstellung mit Werken von Diane Herzogin von Württemberg im Museum und in der Stadt zeigte, was trotz Corona geht. Den Schmiedgassen wollte die Stadt neues Leben einhauchen, im Sommer war's in Open-Air-Cafés fein, im Herbst aber blieben Kutsche und Schlitten, bildlich gesprochen, im Sand am Schmiedgassen-Strand stecken. Auf ein Neues in 2022.


Was noch 2021? Erfreulich die Zusage für den B-29-Tunnel bei Böbingen. Eine Freude auch die Eröffnung des Hospizes im Kloster der Franziskanerinnen. In die Zukunft geblickt: Der wichtigste Beschluss, der Startschuss für die Planung des Technologieparks Aspen, fiel kurz vor Weihnachten. Es ist dies der Versuch, in der von Automobiljobs geprägten Stadt Gmünd neue Technologien mit klimaneutraler Produktion zu verbinden. Ein mutiger Versuch. Weil er in Zeiten des Klimawandels viel Fläche braucht. Und weil er anpackt, was seit vielen Jahren ansteht: neue Unternehmen nach Gmünd zu holen. Deshalb: good luck, Gmünd, in 2022.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare