Drei preisgekrönte Zukunftsvisionen

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Franziska Dehm

Produktgestalter der HfG Schwäbisch Gmünd gewinnen internationalen Preis.

Schwäbisch Gmünd. Etwas im Studium erschaffen, das sinnvoll, zukunftsgerichtet und nachhaltig ist? Die Produktgestalter Franziska Dehm, Niklas Muhs und Emma Rahe haben mit ihren Semesterarbeiten „parcels rethought“ und „good food loop“ genau das gemacht. Dafür wurden sie nun mit dem internationalen Green Concept Award 2022 ausgezeichnet.

Mit „parcels rethought“ entwickelten Franziska Dehm und Niklas Muhs eine Teillösung für einen emissionsärmeren Versandprozess im urbanen Raum. Damit wollen sie das Online-Shopping umweltfreundlicher machen. Durch zentral gelegene modulare Packstationen und wiederverwendbare, reparierbare und recycelbare Versandboxen macht „parcels rethought“ den Versandprozess effizient, umweltfreundlich und sicher. Es entsteht kein Verpackungsabfall und die Umweltbelastung, die bei der Produktion von Versandkartons entsteht, fällt weg. Das Projekt entstand im dritten Semester und wurde von Bernd Brüssing betreut.

Emma Rahe, ebenfalls Studentin der Produktgestaltung, konnte mit ihrer Semesterarbeit „good food loop“ ebenfalls die Jury überzeugen. „good food loop“ ist ein visionäres Konzept für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmittelverpackungen. Die Idee von Emma Rahe besteht darin, das heute etablierte Einwegsystem abzuschaffen und stattdessen einen Kreis­lauf der Wiederverwendung auf Basis einer standardisierten Verpackung zu schaffen. Auf diese Weise endet der „good food loop“ nicht mit Abfall, sondern mit einer Verpackung, die nach der Reinigung für den nächsten Zyklus bereit ist. Die Arbeit entstand im zweiten Semester und wurde von Prof. Gerhard Reichert betreut.

Der „Green Concept Award“ zeichnet Produkte und Dienstleistungen von etablierten Unternehmen, Start-ups und Stundenten für ihre Leistungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Design und Innovation aus. Seit 2013 macht der Award nachhaltige Best-Practice-Beispiele einem breiten Publikum zugänglich. Für die Hochschule für Gestaltung (HfG) Schwäbisch Gmünd ist nach eigener Aussage Gestaltung eine innovative Disziplin mit wissenschaftlichen, sozialen und technischen Bezügen. Sie trägt dazu bei, kulturelle, technische und ökonomische Entwicklungen nachhaltig zu beeinflussen.

Welche Abschlussarbeiten, Projekte, Zukunftsvisionen und Konzepte zu Themen wie Gesundheit, Kultur, Mobilität, Nachhaltigkeit oder sozialem Engagement dabei entstehen, kann man bei der Semesterausstellung zum Sommersemester am 15. und 16. Juli im Hauptgebäude der HfG erleben.

Niklas Muhs
Emma Rahe

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