Durchaus um jeden Quadratmeter ringen

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Kommentar von Michael Länge: Wie Gmünd mit seinen Flächen umgeht

Schwäbisch Gmünd steht vor einer Zäsur. Sucht man für die Stadt in vergangenen Jahren nach einer Linie, nach Kontinuität in der Entwicklung, findet man diese: Der Einhorntunnel und die Gartenschauen 2014 und 2019 haben die Stadt für die Zukunft aufgestellt. Versucht, sie für Investoren attraktiv zu machen. Und für weitere Einwohner. Aus heutiger Sicht kann man sagen:

Dies ist gelungen. Dann kam die Transformation in der Automobilindustrie. Die auch Gmünd trifft. Weil Jobs wegbrechen. Und Corona kam. Hat die Stadt beim Schuldenabbau um 30 Millionen Euro zurück geworfen. Schmerzhaft. All dies diskutierten die Räte am Mittwoch im Bauausschuss mehr als drei Stunden lang.
Wie weiter nun, nach der Pandemie und im Klimawandel? Die Stadträte - wie am Mittwoch - mit Infos zu überhäufen, ist kein Weg. Die Inhalte dieser Debatte müssen aufgeteilt werden. Mindestens in diese grundlegenden Fragen: Wie geht Gmünd mit seinen Flächen um, wenn Firmen anfragen? Wie löst Gmünd das seit Jahrzehnten ungelöste Problem der zu starken Abhängigkeit von der Automobilindustrie? Will die Stadt weiter neue Einwohner und damit Einkommensteuer gewinnen? Oder fressen dafür notwendige Investitionen in Straßen oder Kitas diese Mehreinnahmen wieder auf?
Erkenntnisse vom Mittwoch sind: Diese Debatte braucht Zeit. Und belastbare Prognosen über Einwohnerentwicklungen. Am Ende wird es Entscheidungen über Einzelfälle geben. Wie aktuell beim Pflegeheim des Schönblicks. Oder der Salvatorvilla. Dabei dürfen die Räte um jeden Quadratmeter ringen. Weil es kein „entweder ... oder“ gibt. Sondern nur ein „sowohl ... als auch“. Michael Länge

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