Ein Ausstieg ist auch keine Lösung

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Die Euphorie, die bisher immer im Saal hing, wenn der Gmünder Gemeinderat oder seine Ausschüsse über den nachhaltigen Technologiepark Aspen sprachen, die fehlte am Mittwoch völlig. Stattdessen schwangen in den Wortmeldungen Sorgen und Skepsis mit, die Grünen verlangen sogar einen Ausstiegsplan aus dem Projekt.
Die Sorgen sind berechtigt. Schließlich soll der Technologiepark ein ganz handfestes Gmünder Interesse erfüllen:

neue Firmen anlocken mit Ersatz für die hunderte von Arbeitsplätzen, die in den nächsten Jahren in der Autozulieferindustrie im Gmünder Raum wegfallen. Oberbürgermeister Richard Arnold hat zu Beginn des Verfahrens sehr wohlklingende Konzern-Namen als mögliche Großinvestoren ins Spiel gebracht. Das rächt sich nun. Arnold musste einräumen: Er kann momentan keinen einzigen Großinvestor konkret nennen.
Also 42 Hektar Ackerland für nichts überplanen? Oder doch aussteigen? Doch mit dem Ausstieg würden auch keine innovativen neuen Arbeitsplätze geschaffen. Es wird der Stadt wohl nichts anderes übrig bleiben, als das Verfahren fortzuführen bis zur Baureife - und dann zu hoffen, dass ein innovatives Unternehmen, vielleicht nicht mal aus der Wasserstoff-Branche, Bauland sucht.
Einfach wird das nicht, da Hausaufgaben nicht erledigt wurden. Wie lange wird bereits darüber geredet, dass Gmünd weitere Hochschul- und Forschungseinrichtungen braucht? Wie lange wird die zu große Abhängigkeit von der Zulieferindustrie beklagt? Hilfreich wäre es auch, wenn künftige Großprojekte mit mehr Sachlichkeit und weniger Euphorie vorgestellt würden. Wolfgang Fischer

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