Ein Hauch von Fasching

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Warum die Wexhainer Narrenzunft auf dem Wochenmarkt im Rehnenhof zu finden war und wie sie Fasching ins Haus bringen will.

Gmünd-Rehnenhof/Wetzgau

Etwas abseits vom freitäglichen Wochenmarkt auf dem Kirchplatz im Rehnenhof hat der jüngste Gmünder Faschingsverein, die Wexhainer Narrenzunft, am Freitag einen Stand aufgebaut. Am 2. Februar 2020 wurde sie aus der Taufe gehoben, größere Auftritte in der Öffentlichkeit blieben den Faschingstreibenden seitdem verwehrt. Die „Wilde Wefzg“, das Symboltier der Wetzgauer, bleibt eingesperrt, bedauert Zunftmeister Robin Kucher. Jetzt, zur nahenden Hochzeit der Fasnet, schwirren die Wefzgen, die Taubentalhexen, die Gloggenglauer und Hofgoischder trotzdem aus, um etwas Fasching in ihren Ortsteil zu bringen.

Die närrische Meute ist noch jung, ein Großteil der aktiven Wexhainer Narren hat das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht. Mit jugendlichem Schaffensgeist bieten die Wexhainer der „Faschingsbremse Virus“ die Stirn. Der Stand der Wexhainer lockt mit feinen Kuchen zum Mitnehmen. Auch dem Backwerk haben die Wetzgauer ihren närrischen Stempel aufgedrückt, es gibt spezielle Wexhainer Faschingskuchen, deren Topping an Konfetti erinnert. Verzierte Tontöpfe, Postkarten und bedruckte Jutetaschen runden das Angebot ab.

Der Erlös des Verkaufs ist für die Vereinskasse der 1. Wexhainer Narrenzunft bestimmt. Weil erneut alle Veranstaltungen im zweiten Jahr des Vereinsbestehens abgesagt werden mussten, ist die Narrenzunft dringend auf Einnahmen angewiesen, erklärt der Zunftmeister und verweist auf die handgearbeiteten Larven, deren Anschaffung recht teuer sei. Und so ziehen die Taubentalhexen ihre Kreise über den Wochenmarkt, begleitet von der Wefzgenwache.

Der Zuspruch am Marktstand war enorm, „viele Wetzgauer und Rehnenhofer wissen gar nicht, dass im Stadtteil eine Narrenzunft vertreten ist“, meint Robin Kucher. Auch der Vorsitzende der Gmender Fasnet, Eberhard Kucher, schaute vorbei. „Wir Narren müssen zusammenhalten“, meint er. „Ein Konkurrenzdenken gibt es bei den Faschingstreibenden nicht.“

Narrentüten für Zuhause

Die Maskierten sorgten für Begeisterung, so komme wenigstens etwas Fasching in den Stadtteil, meint eine Besucherin. Ein kleines Mädchen posiert für ein Foto mit den Hexen, Schulkinder kommen zum Schauen an den Stand, Jung und Alt zücken die Smartphones und kommen mit den Wexhainern ins Gespräch. Eine gute Gelegenheit für Hexen, Helfer und Zunftmeister, die Werbetrommel für ihre Wexhainer Narrentüten „für dahoim“ zu rühren. Denn wenn der Fasching nicht auf der Straße gefeiert werden kann, „dann liefern wir diesen mit unseren Fasnets-Tüten für Erwachsene und Kinder ins Haus“, sagt Kucher.

Die Wexhainer sind am Freitag, 25. Februar, erneut auf dem Wochenmarkt. Bis Donnerstag, 24. Februar, können Fasnets-Tüten per E-Mail an: info@wexhainer.de, per Instagram und Facebook bestellt werden. Am Fasnetsdienstag werden die bestellen Tüten durch einen närrischen Kurierdienst verteilt.

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