Ein Konzert der Extraklasse

+
Konzert der Extraklasse - Bericht über Schwörhauskonzert

Alexander Konrad zeigt beim Schwörhaus-Konzert seine musikalischen Fähigkeiten am Klavier.

Schwäbisch Gmünd. Eines der Schwörhaus-Konzerte bestreitet immer eine Lehrkraft der Städtischen Musikschule: in diesem Jahr Alexander Konrad. Bachs „Chaconne“ aus der Partita Nr. 2 d-moll für Violine solo in einer Transkription des Pianisten, Komponisten und Musiktheoretikers Ferruccio Busoni ist kein Werk zum sich Warmspielen. Hier ging es in die Vollen und er machte schon früh klar: Jetzt sitzt ein Meister am Instrument.

Nach dem polyphonen und gewaltigen Einstieg folgte Pagodes von Claude Debussy, und Alexander Konrad verzauberte mit einer musikalischen Farbenpracht, die ihresgleichen sucht. Der Pianist nahm das Publikum nicht nur durch seine Kunst mit, er führte auch mit persönlichen Bemerkungen zu den Stücken durch das Programm.

Eine eigene Bearbeitung des langsamen Satzes aus dem Klavierkonzert in A-Dur von Mozart folge. Für den Musiker der Moment, in dem er seine eigene tiefe Betroffenheit über den Krieg Russlands, in dem er geboren und ausgebildet wurde, zum Ausdruck brachte. Ein Moment des Schweigens, eine Generalpause mitten im Satz – ein intensiver Moment für alle. Er spendet sein Konzerthonorar der Ukrainehilfe der Stadt.

Eine Überraschung folgte am Ende. „Spielst du auch Elise in deinem Konzert?“, fragte seine Schülerin. Er tat es. Ein wunderbares Kleinod, wenn es wie im Schwörhaus gespielt wird. Mit Gershwins Rhapsody in Blue ging es beschwingt weiter, gefolgt von einem weiteren Jazz Standard, und zum Abschluss des g, zusammen mit seiner Gattin Julia Chekuklaeva farbig und sehr differenziert musiziert „Laideronnette, impératrice des pagodes“ aus Ma mère l’oye von Maurice Ravel.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare