Ein musikalischer Blumenstrauß zum Muttertag

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Samuel Barth (r.) und Alexander Konrad musizierten für das Muttertagskonzert gemeinsam.

Schwäbisch Gmünd. Mitten im Blütenmeer des Stadtgartens vor dem Rokokoschlösschen eröffneten Ramona Kunz-Glass und Oberbürgermeister Richard Arnold das traditionelle Muttertagskonzert, das auch in diesem Jahr nur virtuell möglich ist. „Es liegt uns am Herzen, Ihnen allen einen musikalischen bunten Blumenstrauß zu überreichen“, betonte die Vorsitzende des Stadtverbands Musik und Gesang.

Das Gmünder Kurorchester in kleiner Besetzung – coronagerecht im Schwörsaal der Musikschule und auf der Stadtgartenbühne aufgenommen, dann elektronisch zusammengeführt – setzte mit „Ein Freund, ein guter Freund“ der Comedian Harmonists den heiteren Beginn. Ursula Brinning und Eberhard Junker strichen voll Eleganz und Können temporeich die Bögen über ihre Violinsaiten, begleitet vom Pianisten Hanspeter Weiss

Volltönenden Kontrast setzten Jara Veit (Kontrabass) und Maike Wiemer (Klavier) mit Domenico Carlo Maria Dragonettis Andante. Der Komponist aus dem 19. Jahrhundert war der erste Bassist, der diesem Instrument zu großer Beachtung verhalf. Die beiden Interpretinnen spielten hochmusikalisch, souverän und einfühlsam.

Mit dem Liebeslied „Ach, ich hab in meinem Herzen …“ betrat die bekannte Gmünder Sopranistin Gertrud Dangelmaier die Bühne, begleitet von Hanspeter Weiss. Das Liebeslied von Prinz Roderich, als Besenbinder verbannt, für seine Prinzessin Erika, hat schon Mütter und Großmütter vieler Generationen begeistert und bis heute seinen Zauber nicht verloren.

Zwei Schwestern, beide Stipendiatinnen der Städtischen Musikschule und der Erika-Künzel-Stiftung, sorgten für einen weiteren musikalischen Höhepunkt. Lea (Violine) und Amelie Hann (Klavier) bezauberten mit dem technisch erstklassig und mitreißend gespielten „Allegro risoluto“ aus Antonin Dvoraks „Sonantine G-Dur“.

Ein Musiker bleibt stets ein Musiker, so könnte man das Experiment des „Gmünder Geigers“ Eberhard Junker beschreiben: Eine Soloeinlage mit zehn bemalten Kuhglocken, mit denen er die beiden Volkslieder „Alle Vögel sind schon da“ und „Der Mai ist gekommen“ erläutete. Voller Romantik und Gefühl ließ dann Gertrud Dangelmaier wissen „Leise, ganz leise klingt’s durch den Raum“, aus der Oper „Walzertraum“ von Oscar Straus, die zu Beginn des 20 Jahrhunderts uraufgeführt wurde.

Den Bogen in die Neuzeit intonierte Samuel Barth auf seinem Euphonium. Auch er ein Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Von Alexander Konrad am Klavier begleitet, illustrierte er musikalisch „A Trombonist goes Ballroom Dancing“ des zeitgenössischem Komponisten Keith Terrett.

Auf dem Rand des Brunnens vor dem Rokokoschlösschen sitzend, mit einem silbernen Herzballon in der Hand, kündigte Moderatorin Kunz-Glaser den nächsten Beitrag von Gertrud Dangelmaier an: „Kauf die einen bunten Luftballon“. Zuvor sprach sie großen Dank an alle Mitwirkenden vor und hinter der Bühne aus. Eine Gelegenheit, die OB Arnold für eine seiner bekannt charmanten Überleitungen nützte, um Ramona Kunz-Glass einen prächtigen Blumenstrauß zu überreichen.

Die Illusion des gesamten Kurorchesters erspielte die kleine Abordnung mit dem Marsch „Staroprazký pochod“ von Josef Potuznik, gefolgt von Ernst Zimmermanns „Junges Blut“. „Allen Müttern senden wir eine Rose, in diesem Jahr nur virtuell“, verabschiedeten sich Ramona Kunz-Glass und Richard Arnold, der einen roten Herzballon in die aufziehenden Wolken aufsteigen ließ. Gise Kayser-Gantner

Das Muttertagskonzert ist aufgezeichnet worden und kann unter www.schwaebisch-gmuend.de oder auf http://svmug.de nochmals angeschaut werden.

Das Muttertagskonzert des Stadtverbands Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd.
Das Muttertagskonzert des Stadtverbands Musik und Gesang Schwäbisch Gmünd.
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