Ein Pflegeheim ist kein Spaßbad

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Michael Länge
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Michael Länge zur Diskussion über den Flächenverbrauch in Gmünd. 

Ja, Linke-Stadtrat Professor Dr. Andreas Benk hat recht, wenn er sagt, bei den Diskussionen von Verwaltung und Gemeinderat über Flächenverbrauch reihe sich ein Einzelfall an den anderen, am Ende mache es aber die Summe der verbrauchten Fläche. Und ja, Kritiker des Flächenverbrauchs in Gmünd haben recht, wenn sie sagen, in Gmünd muss weniger Fläche verbraucht werden. Jüngere Beispiele sind der Technologiepark Aspen und die Wohnbebauung bei der Salvatorvilla.
Trotzdemkommt nun das Aber: Viele Gmünder erinnern sich an die Diskussion über ein neues Bad am Nepperberg. Mit dem eine Saunalandschaft in den Taubentalwald hineingebaut werden sollte. Dass dieses Bad nicht gebaut wurde, lag nicht nur an Kosten und Finanzierung, sondern auch daran, dass einmal mehr der Taubentalwald, Gmünds „Lunge“ für frische Luft, berührt worden wäre.
Ein Pflegeheim aber, mit 60 Plätzen, ist kein Spaßbad. Der Bedarf an Pflegeplätzen wächst. Mit dem Schönblick hat Gmünd einen Investor, der bereit ist, Auflagen zu erfüllen, Geld in die Hand zu nehmen - für Dachbegrünung und für Rigolen, Speicher für Regenwasser im Boden. Maßnahmen, die Gefahren bei Starkregen senken.
Die Frage der Zukunft ist: Wie gelingt es, Fläche zu sparen und dennoch zu investieren? Eine Antwort muss sein: Es braucht neue Wege. Zwei sind: Neue Gebäude, solche wie Discounter oder Supermärkte, dürfen nicht mehr nur eingeschossig gebaut werden. Und: Wo immer möglich, müssen Flächen entsiegelt werden.
Das Fazit: Ja zu weniger Flächenverbrauch. Aber nicht durch den Verzicht auf das Pflegeheim. Michael Länge

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