Ein Pflegestützpunkt für Großdeinbach

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Carmen Ehinger (links) und Manuela Grehl freuen sich auf den neuen Stützpunkt in Großdeinbach.

Die Vinzenz von Paul gGmbH hat die Baugenehmigung für ein Provisorium erhalten.

Gmünd-Großdeinbach. Die Baugenehmigung ist da, die Vorbereitungen laufen: Im Oktober möchte die Vinzenz von Paul gGmbH einen provisorischen Pflegestützpunkt in Großdeinbach eröffnen. Das Unternehmen für soziale Dienste und Einrichtungen rückt damit näher zu den Kunden in diesem Stadtteil. Pflegedienstleiterin Carmen Ehinger und ihr Team freuen sich, künftig mit „Vinzenz ambulant Großdeinbach“ als Anlaufstelle für die ambulanten Versorgung vor Ort zu sein.

Das karitative Unternehmen ist bereits fest verwurzelt in dem Gmünder Stadtteil: zum einen stationär mit dem Seniorenzentrum „Haus Deinbach“, zum anderen werden viele Menschen vor Ort ambulant gepflegt. „Wir haben einen großen Kundenstamm hier“, sagt Manuela Grehl, die Pflegedienstleiterin für den Bereich Schwäbisch Gmünd.

Erschwerte Suche

Doch es erwies sich für die Vinzenz von Paul gGmbH als, schwierig Räume zu finden. Als Perspektive zeichnete sich schließlich das künftige Baugebiet „Holder II“ ab. Dort hat Vinzenz von Paul zusammen mit der Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft (VGW) mittlerweile konkrete Pläne. Aber bis zum Baustart werden noch rund drei Jahre ins Land gehen. Für diese Zeit suchte man eine Zwischenlösung und fand schließlich im Gespräch mit dem Ortschaftsrat einen pragmatischen Weg: Der Pflegestützpunkt wird übergangsweise in Containern unterkommen, die das Sozialunternehmen auf einem Teil des Festplatzes aufstellt.

Ortsvorsteher Gerd Zischka hält die Nutzung für unproblematisch, denn die 750-Jahr-Feier des Ortes, die eigentlich dieses Jahr dort stattfinden würde, sei ohnehin aufgeschoben. Und für Volley- und Federball bleibe neben dem Pflegestützpunkt weiterhin ausreichend Platz – er beanspruche nur einen kleinen Teil der Festwiese. Ähnlich beurteilt der Ortschaftsrat die Situation: Er stehe „zu 100 Prozent“ hinter dem Projekt, so der Ortsvorsteher, und habe sich einstimmig dafür ausgesprochen.

Hinzu komme, so das karitative Unternehmen, dass Großdeinbach, vom Container-Provisorium profitiere. Denn Vinzenz von Paul werde den Festplatz an Strom, Wasser und Abwasser anschließen und damit die Infrastruktur „deutlich verbessern“. „Das können wir im Anschluss kostenfrei übernehmen“, freut sich Zischka.

Nicht viel Verkehr erwartet

Nun liegt nun die Baugenehmigung für den Bürocontainer mit rund 90 Quadratmetern Grundfläche vor. Ziel ist eine Fertigstellung bis Mitte Oktober. So schnell wie möglich sollen nun die Arbeiten beginnen. Sechs Parkplätze vor der Tür werden ebenfalls neu angelegt.

Viel Verkehr erwartet Carmen Ehinger aber nicht. Sie wird in Großdeinbach ihre erste Leitungsstelle einnehmen.

Auch mit dem örtlichen Krankenpflegeverein will der Stützpunkt zusammenarbeiten. Man könne sich gut ergänzen, denkt dessen Vorsitzender Dr. Gerhard Medinger. Denkbar wären zum Beispiel Veranstaltungen oder Ausflüge mit den Senioren, die man gemeinsam anbietet. Oder auch Fachvorträge „zum Thema Pflege, zu bestimmten Krankheitsbildern und Angeboten“, sagt Manuela Grehl – all das direkt vor Ort in Großdeinbach.

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