Im Blick 

Eine Dosis Stärkungsmittel, bitte

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Bernd Müller
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Das Geschäftsleben in der Innenstadt.

Im Verwaltungssprech heißt's: nachhaltiges Leerstandsmanagement. Auf deutsch: Ideen, Mut zum Ausprobieren, gegenseitige Unterstützung. Solche Impulse braucht’s in Gmünd – um Handel und Gastronomie vielfältig und lebendig zu halten.

Die Geschäfte in der Innenstadtsind nach Corona nicht über den Berg – vielleicht werden sie es nie vollkommen sein. Neue Krisen und Belastungen sind da: Krieg, Inflation und die Click-and-buy-Einfachheit, mit der man vom Sofa aus einkaufen kann.

Innenstädte sind keine kerngesunden Organismen, um die sich niemand sorgen muss. Wie beim Kalk aus dem Hubschrauber für gestresste Waldbäume – es braucht Stärkungsmittel für geschwächte Patienten. Eine Dosis Aktionen und Events, Streetfood zum Beispiel, um die Stadt regelmäßig mit Leben zu füllen. Schöne Plätze, wo man sich gerne aufhält und trifft. Auch Streit kann ein gutes Zeichen sein: Bäume auf dem Marktplatz oder nicht? Denn die Streitenden haben eins gemeinsam: Sie wollen eine attraktive Innenstadt.

Es braucht Unterstützung für die Leute, die sich reinhängen. Die engagierten Menschen, Innenstadt-Unternehmer, die sich kein einfaches Terrain ausgesucht haben – und trotzdem was ausprobieren, sich etwas einfallen lassen: ein Café um einen „Concept Store“ erweitern, eine Bar aufmachen, die sie liebevoll „Hobbyraum“ nennen“, einen Laden als Repräsentanz ihres Catering-Service. Die haben Stärkungsmittel verdient.

Damit sie weiterlebt, die Innenstadt. Sie ist beileibe kein hoffnungsloser, todgeweihter Fall: Klicken und kaufen gibt’s auch für Autos – trotzdem eröffnet bald ein schicker Auto-Store am Marktplatz.  

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