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Einfach zum Schwachwerden

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Anke Schwörer-Haag über charmante und weniger charmante Spitznamen

Spitznamen, lehrt das Lexikon, können Spott ausdrücken. Oder Zuneigung. Und es gibt sie für Menschen ebenso wie für Gegenstände – die sie auf die Schippe nehmen und treffend beschreiben. Der Drahtesel fürs Fahrrad oder das Schifferklavier fürs Akkordeon sind prima Beispiele dafür. Oder eben, inzwischen im Schwabenländle etabliert, das "Mauldäschle" für die coronabedingt vielerorts obligatorische Mund-Nase-Bedeckung. Hört sich übrigens viel schöner an als "Gesichtspampers", wie das unverzichtbare Utensil nördlich des Weißwurstäquators zuweilen genannt wird. Oder auch viel charmanter als "Söderlappen", wie aufmüpfige Bürger des befreundeten Nachbarstaats das schützende Stoffteil nennen, das ihnen ihr Ministerpräsident quasi verschrieben hat. Schwach werden in Sachen sprachlicher Spitznamenübernahme könnte man höchstens bei der Berliner Variante. "Schnutenpulli" klingt einfach zu schön. Erst recht jetzt, wenn der Winter bevorsteht.

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