Eins sein in der Familie Gottes

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Zum ersten Mal in diesem Sommer: ökumenische Andacht im Kirchenboot an der Rems.
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Auftakt der sonntäglichen Andachten im Kirchenboot: Thema ist der ursprüngliche Handlungsauftrag im Christentum.

Schwäbisch Gmünd.

Die erste ökumenische Abendandacht im Kirchenboot am Gmünder Remsstrand in diesem Sommer hielt Pfarrer Dr. Friedrich Wallbrecht. Das Boot war voll besetzt nach den C-Regeln und weitere Besucher hatten sich auf dem Weg zum Boot eingefunden.

„Der #oekt geht neue Wege“!, begann Pfarrer Wallbrecht die Andacht und brachte Botschaften, Erkenntnisse und Lieder vom dritten Ökumenischen Kirchentag aus Frankfurt mit. „Der Eine Himmel Gottes bedeckt uns alle. Die Eine Erde Gottes trägt und ernährt uns alle.“, lautete die Leitbotschaft. Ins Bild übersetzt zeige sich, sagte Wallbrecht, die Frankfurter Skyline wie der Turm zu Babel. Doch die nebelverhangene Skyline liege weit hinter einem klar strukturierten Ackerboden. Das sei die richtige Gewichtung.

Alles Trennende im Christentum sei menschengemacht., sagte der Pfarrer „Ökumenische Geschwisterlichkeit, ein Motto des Kirchentags, bedeute nichts anderes als „Wir sind EINS in der FAMILIE GOTTES.“ Aus dieser Sicht gebe es keine Grenzen zwischen Katholiken oder Protestanten oder christlichen Splittergruppierungen.

Man müsse Kirche von Gott her betrachten, denn alle bildeten den einen Leib Christi. So wie es im Epheserbrief 4, 5, 6 stehe: „… ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater … über allen und durch alle und in allen.“ Der Mensch in der Kirche sei auf der Suche danach, glaubwürdig zu sein. Von Gott sei die Einheit schon gegeben, der Mensch solle sich aber zeitlebens darum bemühen, dem gerecht zu werden in seinem Verhalten und in der Gestaltung seiner Beziehungen zu seinen Mitmenschen.

Die Worte des Lieds „Schaut doch hin, blickt durch, geht los!“ zum Thema des Ökumenischen Kirchentags 2021 hat Pfarrer Dr. Friedrich Wallbrecht selbst geschrieben. Ein Mutmacher-Text, wenn er zu der feierlichsten Melodie der katholischen Kirche gesungen wird, wie der Pfarrer „Großer Gott wir loben dich!“ benannte. Mit dem gemeinsam rezitierten Bekenntnis des Ökumenischen Kirchentags und dem Vaterunser endete die erste Abendandacht.

Das Bekenntnis lenkt den Blick auf die Herausforderungen der Welt, aber auch auf Möglichkeiten, die gemeinsame Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung zu stärken, zu menschenwürdigem Miteinander, gerechter Gestaltung der Globalisierung und Achtung der Würde des Menschen, zur Wahrung des Friedens entschieden Feindseligkeit und Nationalismus entgegenzutreten wie auch gegen Gewalt und Machtmissbrauch, und das in den Kirchen schonungslos aufzuarbeiten und konsequent zu handeln.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wurde im Jahr 1948 als Vertretung im Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Bei dessen Gründung nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren es fünf Kirchen, heute ist die Anzahl auf 17 Mitgliedskirchen und acht Gastmitglieder angestiegen. In Baden-Württemberg arbeiten 26 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften zusammen.

Die Ökumenischen Abendachten am Kirchenboot am Remsstrand sind jeden Sonntag um 17 Uhr und dauern etwa 20 Minuten. Die geltenden Coronavorschriften sind einzuhalten.

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