Einstimmig für den TSB-Sportpark im Laichle

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Großdeinbachs Ortschaftsrat spricht sich deutlich für das Projekt im Norden Gmünds aus.

Gmünd-Großdeinbach. Großdeinbachs Ortschaftsräte haben sich am Donnerstagabend einstimmig für die weitere Planung des TSB-Sportparks im Laichle ausgesprochen. In der Sitzung waren auch Bürger aus dem nebenan gelegenen Wohngebiet Laichle anwesend, die in Bezug auf den Bebauungsplan für den Sportpark Einwendungen formuliert haben. Ihnen ging es zuvorderst um mehr Lärm durch mehr Autos und um eventuelle Altlasten. In Bezug auf den Lärm regten sie an, am Ende des Wohngebietes einen Erdwall zu schaffen. Sie forderten die Ortschaftsräte auf, dazu Stellung zu nehmen.

Ortsvorsteher Gerd Zischka sprach insbesondere einen Bürger an. Dieser habe sich intensiv in das Thema eingearbeitet. So schaffe das der Ortschaftsrat nicht. Weshalb er sich auf die Fachämter verlasse. Die Angaben und Zahlen des Bürgers zum Thema Lärm könne der Ortschaftsrat nicht nachrechnen, sagte Zischka. Die Fachbehörde hatte zum Thema Lärm deutlich gemacht, dass eine Gesamtlärmbetrachtung an dieser Stelle nicht erforderlich sei. Dies geht aus der Vorlage der Stadtverwaltung zur Ortschaftsratssitzung hervor. Eine solche sei in der Regel nur anzustellen, wenn befürchtet werden müsse, dass Pegel in einer Größenordnung erreicht oder erhöht würden, für die mit gesundheitlichen Auswirkungen zu rechnen sei. Für die Einschätzung, ob eine solche spezielle Gefährdungssituation vorliegt, würden in der Regel die Schwellenwerte eines Geräuschpegels von 70 dB(A) am Tag und 60 dB(A) in der Nacht angesetzt. In der vorliegenden Situation deuteten alle vorliegenden Informationen darauf hin, dass diese Schwellenwerte in dem Wohngebiet „bei weitem nicht erreicht“ würden.

Die Lärmbelastung sei kein Problem, sagte auch der Leiter des Gmünder Amtes für Stadtentwicklung, Gerhard Hackner. Gutachter gingen unter der Woche von 1150 Fahrzeugen und an Wochenenden mit Spielbetrieb von höchstens 1350 Fahrzeugen am Tag aus.

Bei Altlasten wies Zischka darauf hin, dass der Besitzer des Grundstücks bzw. der Bauherr des Projektes diese beseitigen müsse, sofern es tatsächlich Altlasten gäbe. Altlasten sprach auch Ortschaftsrat Elmar Hägele an. Auch er wollte wissen, wer für deren Beseitigung aufkomme. Dazu liefen Gespräche, sagte der Chef des Stadtentwicklungsamtes, Hackner.

Was, wenn der Lärm doch stärker sei, fragte Ortschaftsrätin Anita Maier. Sie wollte wissen, ob auch im Nachhinein ein Erdwall noch möglich sei. Dann müsse die Situation neu beraten werden, sagte dazu Hackner.

Das Projekt insgesamt begrüßte Ortschaftsrätin Cornelia Sanwald-Frösch. Sie fand gut, dass man nachjustiere, wenn es doch zu viel Lärm gäbe. Hägele schloss sich Sanwald-Frösch an. Der Sportpark des TSB im Laichle sei ein „zukunftsweisendes Projekt“, sagte er. Großdeinbach wolle dem TSB nicht die Zukunft verbauen, sagte auch Zischka, regte aber noch an, einen in Richtung Sportpark angelegten Gehweg weiterzuführen. Um so Besucher des Sportparks anzuregen, zu Fuß dorthin zu gehen. ⋌Michael Länge

Der Sportpark des TSB im Laichle ist am kommenden Freitag auch im Ortschaftsrat Wetzgau Thema.

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