Elektrogüterzügle für alle für den Lieferverkehr in Gmünd? - Händler lehnen die Idee ab

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Diesel-Kleinlaster raus - auch der Lieferverkehr in der Stadt soll elektrisch werden.
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Ein Elektromobilitätskonzept und die Geschäfte in der Innenstadt - Umfrage zeigt reservierte Haltung.

Schwäbisch Gmünd. Werden Gmünder Geschäfte in Zukunft gemeinsam durch ein Elektrozügle für den Warentransport beliefert? Das ist jedenfalls eine der Zukunftsvisionen, die in einem neuen Gutachten zur E-Mobilität in der Stadt gezeigt werden.

Es ist das Prinzip Packstation auch für den Lieferverkehr: Die Idee, dass dieser in der Innenstadt der Zukunft nicht mehr aus einzelnen Liefer-Fahrzeugen der Geschäfte besteht, sondern gebündelt wird in einem Gesamtkonzept für die „City-Logistik“.

Im niederländischen Utrecht ist die Vision schon Realität: Dort sind schon 1996 „Cargohopper“ in Dienst gestellt worden - eine Art Elektro-Güterzügle, das die Innenstadt abfährt und die Waren, die außerhalb der Stadt umgeladen werden, für alle zustellt. In der neuen Studie, einem „Elektromobilitätskonzept“ für Gmünd, sind Planer des Stuttgarter „Instituts Stadt|Mobilität|Energie“ (ISME) dieser Frage für Gmünd nachgegangen. „Um eine nachhaltige und moderne City-Logistik etablieren zu können, die trotz steigender Verkehrszahlen und wachsender Lieferraten handlungsfähig bleibt, müssen innovative Alternativen zum bestehenden System gefunden werden“, finden die Gutachter.

Von der Vision zeigen sich allerdings viele Gmünder Händler unbeeindruckt – eine Umfrage unter Gewerbetreibenden ist Teil des Gutachtens. Noch wird der Großteil des Lieferverkehrs in der Stadt von Diesel-Kleintransportern erledigt. Ein zentraler Umschlagplatz, ein so genannter „Micro-Hub“ für alle? „Das Nutzen von Micro-Hubs ist für 88 Prozent aktuell noch nicht vorstellbar“, ist eine Feststellung der Studie. ⋌Bernd Müller

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