Im Blick Die Entscheidung des Kreistags zum Sitz der Klinikverwaltung

Ellwangen zieht die Mauer wieder hoch

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Gar nicht schlimm? Die Mehrheit der Kreisräte hat ja "lediglich" entschieden, dass die Verwaltung der Kreiskliniken nicht in Aalen und Gmünd, sondern nur in Aalen sitzt – die Stauferklinik bleibt ja in Mutlangen.

Gar nicht schlimm? Die Mehrheit der Kreisräte hat ja "lediglich" entschieden, dass die Verwaltung der Kreiskliniken nicht in Aalen und Gmünd, sondern nur in Aalen sitzt – die Stauferklinik bleibt ja in Mutlangen. Falsch, dieser Beschluss wird bittere Folgen haben. Es geht ja nicht darum, dass die "Gmünder Seele" gekränkt wäre. Es geht um die Erfahrung, dass am Standort der Zentrale eher investiert wird als in "Außenstellen". Gmünd hat ganz schlechte Erfahrungen mit dem Verlust des Kreissitzes gemacht, der die Stadt über viele Jahre gebeutelt hat. Und dass das Land von Stuttgart aus regiert wird, spüren die Menschen außerhalb des Mittleren Neckarraums deutlich – auch im Ostalbkreis. Andererseits fährt der gesamte Landkreis gut damit, dass die Kreissparkasse zwei Hauptsitze hat: in Aalen und in Gmünd. Mit dem von den Grünen eingebrachten Klinik-Beschluss macht die Kreistagsmehrheit die jahrelange Arbeit von Landrat Klaus Pavel, die beiden Kreisteile zusammenzuführen, zunichte. Nun hat ausgerechnet der Ostalb-Kreistag die "Mauer bei Mögglingen" – die übrigens in Aalener Köpfen genauso existierte wie in Gmünder – wieder zementiert. Ellwangen, dessen Kreisräte diesen Affront lostraten, wird davon nicht profitieren. Es ging nur darum, Gmünd zu verhindern. Folgen zeichnen sich bereits ab: Gmünds OB Arnold findet den SPD-Vorstoß, Ostalbmobil möge dem Stuttgarter Verkehrsverbund beitreten, "auf den ersten Blick gut". Wenn es soweit käme, müsste der gesamte Ostalbkreis viel bezahlen. Doch nur der Gmünder Raum hätte viel davon. Kein Zweifel: Dieser Klinik-Beschluss ist schlimm. Wolfgang Fischer

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