Es braucht strenge, nicht lasche Kontrollen

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Michael Länge
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Redaktionsleiter Michael Länge über den Gmünder Weihnachts-Markt und Kontrollen.

Bei Corona ist es oft so: Ob eine Entscheidung richtig war oder falsch, wissen die, die sie verantworten, erst einige Zeit danach. So ist das auch beim Gmünder Weihnachtsmarkt. Die Stadtverwaltung hat in dieser Woche entschieden, einen Weihnachtsmarkt anzubieten. Mit etwa 70 Buden mit Speisen, Getränken und Geschenken. Mit zweierlei Bändchen für die Besucher. Und mit Kontrollen.


Mit den Impfungen seit Jahresanfang ist das Land auf dem Weg zur Normalität. Es wird, wie sich aktuell immer mehr zeigt, eine neue, eine andere Normalität. Zu der der Weg - 3G, 3G+, 2G, ..., Impfpflicht? - erst gefunden werden muss. Diese andere Normalität erfordert viel Abwägung. Welche Veranstaltungen können stattfinden, welche sind im Risikobereich. „Musik in Gmünder Kneipen“ war definitiv im Risikobereich. Die Bilder, die an diesem Abend in der Stadt zu sehen waren, waren teilweise erschreckend.


Genauso im Risikobereich ist der Weihnachtsmarkt. Weil Weihnachtsmärkte der Geselligkeit und dem Spaß dienen, mehr noch, zunehmend zu Partymeilen werden. Nun muss man der Stadtverwaltung zugute halten: Sie hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Hat abgewogen zwischen Vernunft und wirtschaftlicher Not. Und zwischen Vernunft und Lebensfreude.


Ob die Entscheidung richtig war, zeigt sich während des Marktes oder danach. Gewiss aber ist: Die Verwaltung muss alles tun, was Sicherheit schafft. Mit dem Kommunalen Ordnungsdienst. Mit Sicherheitsdiensten. In einfach-klaren Worten: Kontrollen, Kontrollen, Kontrollen. Strenge, nicht lasche. Auch wenn die Verwaltung dabei mitunter als Spaßbremse rüberkommt.

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