Es fehlt an Betreuungsplätzen und Sprachkursen

  • schließen

Großdeinbachs Ortsvorsteher sucht Unterstützer, die ukrainischen Flüchtlingen helfen möchten.

Gmünd-Großdeinbach. Mittlerweile haben rund 30 ukrainische Flüchtlinge, meist Frauen und Kinder, vorübergehend eine neue Heimat in Großdeinbach gefunden. Nun gelte es, die Gastfamilien zu unterstützen beziehungsweise zu entlasten, sagt Ortsvorsteher Gerd Zischka. Bei einer kürzlichen Zusammenkunft aller am Ort wohnenden ukrainischen Flüchtlingen und deren Gastfamilien seien zwei Dinge immer wieder zur Sprache gekommen: Zum einen braucht es Kinderbetreuung und zum anderen Sprachkurse.  Die Krux aber ist, dass die Kindergärten am Ort bis zum letzten Platz besetzt sind. „Die Kapazitäten sind voll“, betonte Zischka. Allerdings lägen mittlerweile die Baugenehmigungen für die beiden naturnahen Kinderbetreuungsangebote in Wustenriet und in Großdeinbach auf dem Tisch. Aber auch die würden dann nur den ohnehin großen Bedarf auf Betreuungsplätze am Ort decken. „Die ukrainischen Kinder werden auch in diesen Einrichtungen keinen Platz finden.“

Daher werden nun Ehrenamtliche gesucht, die zumindest stundenweise am Vormittag, etwa von 9 bis 12 Uhr,  für Flüchtlingskinder da sind. „Die Räumlichkeiten sind da“, erklärt Zischka und verweist darauf, dass in der Grundschule hierfür ein Raum zur Verfügung gestellt werden kann.

Weiter, ist die Nachfrage für Sprachkurse seitens der ukrainischen Flüchtlinge hoch. Hier seien jedoch die Kapazitäten an der Gmünder Volkshochschule erschöpft. Und auch hier würde Zischka gerne ein Angebot vor Ort haben. Ebenfalls mit ehrenamtlichen Kräften. „Das Beste wäre, wenn jemand deutsch und russisch spricht und Zeit hat“, erklärte er. Wohlwissend, dass dieses Unterfangen ebenfalls nicht leicht werden wird. „Aber, wenn es dann später eine Möglichkeit gibt, an der Gmünder Volkshochschule einen Platz zu belegen, sind wenigstens schon ein paar Vorkenntnisse da“, argumentierte der Ortsvorsteher. Wer Zeit hat, soll sich beim Bezirksamt in Großdeinbach melden. Egal, ob es um Kinderbetreuung oder Sprachkurse geht.

Auch beim offenen Mittagstisch, der am 29. April im einstigen Gasthaus „Hirsch“ erstmals angeboten wird, sind ukrainische Flüchtlinge neben Senioren, die man hierbei hauptsächlich im Blick habe, willkommen. Es sollen Kontakte entstehen. Man solle miteinander ins Gespräch kommen. Zudem stellt sich Zischka vor, dass Ukrainer, die bereits länger hier sind als die Flüchtlinge, die noch kommen, diesen helfen könnten. Etwa zeigen, wo man was bekommt, an wen man sich wenden kann. „Es geht wirklich darum, die Gastfamilien zu unterstützen“, betonte er mehrmals.

Ebenfalls in der Sitzung wurden Baustellenfahrzeuge, die von der Baustelle am Vogelhof kommen und durch Wustenriet fahren, angesprochen. „Wenn sie kein Anliegen in Wustenriet haben, dürfen sie nicht durch den Ort fahren“, kündigte Zischka an, dass er diesbezüglich mit dem Ordnungsamt rede. 

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare