Geistlicher Impuls

Etwas länger durchhalten

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"Lieber Gott, bis jetzt geht's mir gut. Ich habe noch nicht getratscht, die Beherrschung verloren, war noch nicht muffelig, gehässig, egoistisch und zügellos.

"Lieber Gott, bis jetzt geht's mir gut. Ich habe noch nicht getratscht, die Beherrschung verloren, war noch nicht muffelig, gehässig, egoistisch und zügellos. Ich habe noch nicht gejammert, geklagt, geflucht oder Schokolade gegessen. Die Kreditkarte habe ich auch noch nicht belastet. Aber in etwa einer Minute werde ich aus dem Bett klettern und dann brauche ich wirklich deine Hilfe…." (Verfasser unbekannt) Was der unbekannte Autor notiert hat, bringt mich zu einem Gedanken für die Fastenzeit: Ich will nicht noch mehr verzichten müssen und nicht wie sonst sechs Wochen lang einen Bogen um Schokolade, Chips oder ein Gläschen Wein/Bier machen. Ich hab' genug verzichtet durch die Pandemie. Es reicht. Aber ich könnte – im Sinne des unbekannten Autors – versuchen, den Zeitraum – bis-jetzt-geht's-mir-gut – von einer Minute vor dem Aufstehen auf einige Minuten nach dem Aufstehen auszudehnen. Jeden Tag ein paar Minuten länger durchhalten, nicht jammern, klagen oder muffelig sein. So kann ich mir selbst und allen, denen ich in meiner ganz persönlichen Fastenzeit begegne, ein gutes Gefühl mitgeben. Mit Gottes Hilfe. Romanus Kreilinger, Dekanatsreferent

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