Im Blick 

Farbe kostet nicht viel

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Bernd Müller
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Bernd Müller über den Altstadtring für Radfahrer.

Note 4,17, Platz 75 unter 110 Städten: So hat Schwäbisch Gmünd beim bisher letzten Fahrradklima-Test des ADFC abgeschnitten. Der neue gekennzeichnete „Radring Altstadt“ ist ein kleiner Schritt vorwärts. Die großen grünen Bodenmarkierungen haben Signalwirkung: Radfahrer zählen etwas in dieser Stadt.

Schöne neue Farbe, und sonst? Bisher ist es Farbe. Bagger und Bauarbeiter, um kritische Stellen radfreundlicher zu machen, folg

en später. Im Herbst wird erstmal untersucht, welche Umbauten sinnvoll sind. Wär's andersrum nicht gescheiter: erst bauen, dann kennzeichnen? Die kritische Frage nach der richtigen Reihenfolge ist berechtigt. Die Antwort heißt: Farbe kostet nicht viel, Tiefbau schon. Es ist das bekannte Gmünder Problem: die schlechte Finanzlage der Stadt. Die trifft viele: Schwimmer und Hallenbad-Freunde können’s bezeugen, Radfahrer auch.

Große Sprünge sind nicht drin, mehr Geld wird’s auf absehbare Zeit nicht geben. Von 20 Millionen Euro, wie sie Aalen für die nächsten 10 Jahre für ein Radverkehrskonzept reserviert hat, kann man hier nur träumen. Im klammen Gmünd geht der noch vorhandene Batzen großes Geld, den die Stadt hat, ins große Hoffnungsträgerprojekt Aspen.

Was hilft? Aus der Not eine Tugend machen. Wie's in den Schmiedgassen versucht wurde. Wär' schon schön, wenn man die für ein paar Millionen umbauen könnte. Geht aber nicht. Also gab’s für kleines Geld Pflanzen, Holzterrassen, Farbe. Mal was ausprobieren, war die Devise. Was die Schmiedgassen in ihrem halbfertigen Dasein aber auch zeigen: dass die Methode Show-Effekte nur begrenzt funktioniert.        

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