Feig: „Phasenweise entsetzt“

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Die Salvatorvilla und ihre künftige Bestimmung diskutieren Gmünds Stadträte und Investor Gerald Feig kontrovers.
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Investor bei Salvatorvilla zu Diskussion im Rat.

Schwäbisch Gmünd. „Phasenweise entsetzt“ gewesen sei er, als er am Mittwoch im Bauausschuss den Ausführungen der Stadträte zum Thema „Wohngärten im Salvatorpark“ zugehört habe. Dies sagte der Schorndorfer Investor Gerald Feig. Mit Kritik könne er umgehen, „wenn allerdings längst besprochene Themen immer wieder diskutiert werden, belastet dies nicht nur meinen Geduldsfaden“.

Feig will die Salvatorvilla sanieren, dort fünf Wohnungen einrichten und in drei weiteren Gebäuden an der Salvatorstraße 22 Wohnungen bauen. Die Stadträte des Bauschusses stellen dies nicht grundsätzlich in Frage, formulierten jedoch offene Fragen zu Klimaschutz, Öffnung des Parks für die Bürger und Art und Größe eines Pavillons.

Feig nahm zu mehreren Punkten Stellung: „Die Planung des Teehauses mit seinen Baulichkeiten war das übereinstimmende Ergebnis der letzten Bauausschuss-Sitzung vom 24. Februar“, sagte der Investor. Er habe angeboten, „auf diese Baulichkeiten zu verzichten, jedoch mit der Folge, dass dann der Park nicht öffentlich gemacht werden kann“, da für Veranstaltungen die Infrastruktur fehlt. Eine kleine Version mit nur einem Pavillon bzw. mit Verzicht auf die Öffentlichkeit habe der Bauausschuss mehrheitlich abgelehnt.

Der Investor habe „der Stadt und der Bürgerschaft ein Angebot gemacht, den Park auch temporär für die Bürgerschaft öffentlich zu machen“. Die dazu erneute Diskussion am Mittwoch schade diesem Projektteil nur, „weil die – aus Investorensicht – günstigere, aber durchaus unattraktivere Variante eindeutig wäre: Kein Teehaus, keine Veranstaltungen, keine Öffentlichkeit!“ Deshalb, sagte Feig, bitte er die Fraktionen höflich darum, sich am Ergebnis der letzten Bauausschuss-Sitzung zu orientieren.

Die Bemerkungen von Prof. Dr. Andreas Benk, der Investor habe gesagt, „im Park bis zu 20 öffentliche Veranstaltungen durchzuführen“, sei irritierend, sagte Feig weiter. Im auch den Ausschuss-Mitgliedern vorliegenden Veranstaltungskonzept heiße es unmissverständlich, dass „ein Teil der Wohnphilosophie sein soll, dass der Grundstückseigentümer mit den künftigen Bewohnern der Wohngärten an mindestens 12 (bis 20) Tagen im Jahr die Bürgerschaft in diesen außergewöhnlichen Ort einlädt“. Damit sei die Bandbreite der geplanten Veranstaltungen festgelegt.

Ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren liege im Interesse aller Beteiligten, sagte Feig weiter. Selbst dann sei mit einer Verfahrens- und Bearbeitungszeit von zwölf Monaten zu rechnen. Seit September 2019 besitze die Schorndorfer Gruppe die Villa. Park und Villa müssten „schleunigst“ saniert werden.

Die von Karl Miller (Grüne) vorgetragene „volle umweltverträgliche Prüfung“ sei auch in seinem Interesse. Im Herbst 2020 habe er das Büro BerchtoldKrass beauftragt, eine Stellungnahme zu Klima und Frischluft zur geplanten Bebauung abzugeben. Deren Fazit: Das geplante Vorhaben habe kaum Einfluss auf Frischluft und Klima für die Innenstadt. Denn die Frischluftschneise befinde sich im östlich von der Villa gelegenen Park. Deshalb bittet Feig die Räte, „die Ergebnisse des Gutachtens zu akzeptieren“. Michael Länge

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