Fünf Ewald-Awards und viel Spaß beim Ziegerhoffest

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Beim Ziegerhoffest wächst die Menschenpyramide nach und nach. Foto: Jan-Philipp Strobel
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Die Heilig-Kreuz-Münstergemeinde feiert ihr traditionelles Halbzeitfest auf dem Ziegerhof mit vielen Ehrungen und einem musikalischen Spektakel.

Schwäbisch Gmünd-Reitprechts

Seit Jahrzehnten ist die Stadtranderholung Ziegerhof in den Sommerferien ein Paradies für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Zwei Wochen unbeschwertes Spielen, Toben und Lachen stehen auf dem Plan. Zur „Halbzeit“ der Stadtranderholung der Heilig-Kreuz-Münstergemeinde ist traditionell am Samstag das große Ziegerhoffest, bei dem die Kinder und ihre Betreuer für viel Spaß, Unterhaltung und beste leibliche Versorgung sorgen.

70 Kinder der Münstergemeinde können in diesen Sommerferien eine „Auszeit“ nehmen. Für das diesjährige Ziegerhoffest haben alle „das Beste gegeben“, versichert Thomas Sachsenmaier, der gemeinsam mit Luzie Herzig und Lukas und Jonas Hauss die Leitung inne hat. 15 ukrainische Kinder nehmen an dem Freizeitspaß teil. Mit der 14-jährigen Ukrainerin Justija steht eine Dolmetscherin zur Seite.

Waren die vorangegangenen Tage voller Sonnenschein, zeigte sich der Wettergott am Samstag etwas launisch. Dunkles Donnergrollen verhieß nichts Gutes. Aber in Sachsenmaiers „gefühlten 150 Jahren“ als Freizeitleiter habe es noch nie am Festtag eine Sintflut gegeben, sagt er und sollte mit seiner Prognose recht behalten. Denn während der Dankesreden an das gesamte Team verhielt sich der Himmel relativ „ruhig“. Der Dank des Campleiters und des Münsterpfarrer Robert Kloker richteten sich an die vielen jugendlichen Gruppen- und Hilfsgruppenleiter, die sich für eine unbeschwerte Freizeit engagieren.

Zur guten Laune gehört auch ein leckeres Essen. Nachdem die Münstergemeinde lange nach einem Küchenteam gesucht hat, habe man mit Marcel Böhm als Küchenchef, unterstützt von Elisabeth Staudenmaier, Susanne Tikovics, Evi Sachsenmaier, Damaris und Darius Wabersich sowie David Kucharzewski nun einen „Rohdiamanten“ gefunden, selten und von hohem Wert, meinte Thomas Sachsenmaier in seiner Dankesrede.

Die „Ewald-Awards“, die Ziegerhof-Oscars also, gingen an Ayse Ramalho für ihr langjähriges Engagement. Lina Gjini wurde zur beliebtesten Gruppenleiterin gewählt. Küchenchef Böhm erhielt den Ziegerhof-Ewald, als „Newcomer“ ging ein Award an Leo Gjini und die jugendliche Übersetzerin Justija wurde mit dem Sonder-Ewald geehrt.

Pfarrer Kloker sprach von einer „schweren Geburt“, für die Freizeit diesmal mit Anmeldungen zu erhalten. Mit 70 Kindern sei sie „gut gefüllt“.

Eingebettet in eine Rahmenhandlung präsentierten Kinder und Betreuer in der Geschichte „Rettet das Ziegerhoffestival“. Das in der Gemeinschaft Einstudierte konnte sich durchaus sehen lassen. Die Geschichte: DJ Latzhose soll für gute Laune und Stimmung auf dem Festival sorgen. Mangels Akkuleistung fällt sein GPS am Smartphone aus. Er wird nicht pünktlich vor Ort sein. Als „Main Act“ - Hauptnummer - müsse er unbedingt zum Ziegerhof erklärt er vier jungen Leuten, die er nach dem Weg fragt. Sie wollen ihn begleiten, wenn er ihnen einen „Backstage-Pass“ überlässt.

Das Warten auf den DJ überbrücken die Ziegerhofer derweil mit amüsanten Einlagen. Großartige Tanzchoreographien werden mit erstaunlichen sportlichen Einlagen ergänzt - Hebefiguren sind zum Beispiel dabei. Auch die Eltern müssen ran. Wer baut schneller ein Zelt auf, die Eltern oder ihre Kids? Während das Wurfzelt der Kids in wenigen Sekunden steht, hatten die Erwachsenen gerade einmal die Zeltstangen in der Hand.

Beklatscht werden die Tanzauftritte, gelacht wird beim Minimusical „Fata Morgana“, bei dem ein lebensgroßes „Kamel“ ebenso mitwirkt wie kreisende „Geier“ über dem Gelände.

Kein Ziegerhoffest ohne Happy End, DJ Latzhose kann seinen Auftritt absolvieren und vor dem Steinkreis verfallen alle an der Freizeit Beteiligten in einen kollektiven Tanzrausch.

Beim Ziegerhoffest war den Zuschauern einiges geboten. Foto: Jan-Philipp Strobel
Beim Ziegerhoffest gab es viele akrobatische Darbietungen. Foto: Jan-Philipp Strobel
Beim Ziegerhoffest wird das Rollenspiel aufmerksam verfolgt. Foto: Jan-Philipp Strobel
Beim Ziegerhoffest gab es viele akrobatische Darbietungen. Foto: Jan-Philipp Strobel
Beim Ziegerhoffest wird das Rollenspiel aufmerksam verfolgt. Foto: Jan-Philipp Strobel

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