Für ein bunteres und vielfältigeres Gemeindeleben

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Schwester Jiji Maria vom indischen Orden freut sich auf die Zusammenarbeit mit Hubert Hiller und Pfarrer Markus Schönfeld.
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Was indische Schwestern auf dem Rehnenhof bewirken sollen Kirchengemeinde sucht Wohnungen.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau. Seit mehr als 30 Jahren pflegt die katholische Kirchengemeinde St. Maria Wetzgau-Rehnenhof eine Partnerschaft mit dem indischen Schwesternorden Dina Sevana Sabha – „Dienerinnen der Armen“. Der Orden wurde 1969 von der deutschen Schwester Petra Mönnigmann gegründet und hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, den Armen in Indien aus dem Elend zu helfen. Die „Dienerinnen der Armen“ sind verstärkt in Dörfern aktiv und nehmen sich dort in 74 Regionen der Kranken, Waisenkindern, Menschen mit Handicap und Senioren an.

Unterstützt werden die „Dienerinnen der Armen“ durch das „Eine Welt“-Team der katholischen Kirchengemeinde. Nicht nur finanziell. Denn mit Vor-Ort-Besuchen in Indien bekunde das „Eine Welt“-Team in regelmäßigen Abständen seine Solidarität mit den indischen Schwestern und informiere sich über deren Arbeit, erklärt Kirchengemeinderat Hubert Hiller.

2019, beim letzten Besuch von Hubert Hiller sowie Margret und Alex Wurst in Indien, war im gemeinsam Gespräch mit der Generaloberin Schwester Emestina der Gedanke aufgekommen, vier indischen Schwestern die Möglichkeit zu bieten, in Deutschland in einem Konvent zu leben und in der Pflege zu arbeiten, um mit ihrem verdienten Geld die Arbeit ihrer Mitschwestern in Indien zu unterstützen. Die Konventsgründung wurde sodann vom Kirchengemeinderat St. Maria beschlossen und die Gründung von der Diözese Rottenburg-Stuttgart nun im März genehmigt.

„Ein Konvent ist die Wohn- und Glaubensgemeinschaft von mindestens drei Ordensschwestern“, erklärt Hubert Hiller. Und um ein Visum zu erhalten, müssten die Schwestern eine Beschäftigung und einen Wohnort in der Seelsorgeeinheit nachweisen, ergänzt Pfarrer Markus Schönfeld.

Der Beschäftigungsnachweis stellt derweil kein Problem dar. Das Stauferklinikum habe bereits die Zusage gegeben, zwei Schwestern als Pflegekräfte auszubilden und zwei Krankenschwestern zu beschäftigen. „Bleibt nur die Suche nach einem geeigneten Wohnraum“, erklärt Schönfeld.

Mit dem Konvent in Schwäbisch Gmünd werde die Arbeit der „Dienerinnen der Armen“ in Deutschland nicht nur um einen weiteren Standort ergänzt. Davon sind Hiller und Pfarrer Schönfeld überzeugt. Denn die vier Schwestern mit Schwesterntracht in Orange bis Apricot „werden nicht nur das Gemeindeleben bunter machen“, sondern mithilfe ihres Glaubens und ihrer freundlichen Art für einen „geistigen Aufschwung“ in der Gemeinde sorgen. 

Wohnraum für den Konvent gesucht.

Für die Unterbringung der vier indischen Schwestern ist die katholische Kirchengemeinde St. Maria auf der Suche nach Wohnraum. Ein Raum für jede Schwester, sowie ein Gebetsraum und ein Gemeinschaftsraum sollten eingerichtet werden. Angebote über eine entsprechende Wohnung oder ein Haus nimmt das Pfarrbüro im Rübezahlweg 16 im Rehnenhof, Telefon (07171) 73703, entgegen.

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