Im blick Die Europäische Mobilitätswoche in Gmünd

Für Fußgänger, Radler und Busse Luft nach oben

+
Michael Länge
  • schließen

Michael Länge über die Mobilitätswoche in Schwäbisch Gmünd.

Laufbus, AbGEHben,Park(ing) Day oder autofreier Tag - die Europäische Mobilitätswoche in Gmünd war eine feine Sache. Aber: Es gibt noch Luft nach oben. Viel Luft.

Dies beginnt mit der Information. Dass sich die Veranstalter, Stadt und Agenda-Arbeitskreis Mobilität, nicht auf eine gemeinsame Präsentation der Inhalte verständigt haben, ist schlecht. Sie sollten die Spielbreite der Möglichkeiten nutzen - von der Tageszeitung mit ihren digitalen Kanälen bis zum analogen Plakat in der Stadt. Sie hätten mehr Bürger erreicht. So kam es, dass viele nichts vom autofreien Donnerstag wussten ... und vom kostenlosen Bus. Schade!

Dabei wiegt auch, dass die Bürger noch nicht genügend Bewusstsein für weniger Autos und mehr Fußgänger, Räder und Busse in der Innenstadt haben. Die täglichen „Elterntaxis“, die nicht nur in der Klösterlestraße die Bushaltestelle versperren oder auf Nichtparkplätzen parken, sind eine Qual. Seit Jahren. Dem hätte das Ordnungsamt längst Einhalt gebieten können. Nun versucht's der Agenda-Arbeitskreis Mobilität mit dem „Laufbus“. Die Zahl derer, die dabei waren, war überschaubar. Leider!

Kann in Gmünd auf Linksabbiegespuren verzichtet werden, um Raum für Radler zu schaffen? Ein spannendes Experiment, das da in der Weststadt up-ge-popped ist (so heißt das heute!). Es war gewagt, Autofahrern mit Baken einfach die Linksabbiegespur zu versperren. Ganz ehrlich: Pop-ups sind gut bei Leerständen, im täglichen Verkehr sind sie eine Gefahr.

Fazit: Es ist Luft nach oben. Trotzdem ist es gut, dass in Gmünd probiert wird. Denn nur so wird die Luft nach oben weniger. ⋌Michael Länge

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare