Guten Morgen

Ganz schön harte Zeiten

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Anke Schwörer-Haag wirft einen Blick in die "Weißt-Du-noch-Kiste"

Wie haben sich die Zeiten geändert, jammert die Freundin und muss schon ziemlich tief in die "Weißt-Du-noch-Kiste" greifen, wenn es um diese Zeitspanne zwischen Aschermittwoch und Ostern geht. Früher hätten alle mitgemacht, habe es kollektive Sechs-Wochen-ohne-Aktionen gegeben. Seien in der Zeitung die Namen aller wichtigen und vermeintlich wichtigen Menschen gedruckt worden, die in der Fastenzeit Verzicht übten – hauptsächlich auf Alkohol. Und heute? Heute sei frau allein auf weiter Flur, mault die Heldin, die derzeit Hoch- oder Niederer-Prozentiges meidet, wie der Teufel das Weihwasser. Schlimmer noch. Hemmungslos werde in ihrem Umfeld gegen den Coronafrust angestoßen, während sie sich mit Wasser begnügt. Und nun steht am Samstag auch noch Tag des Whiskeys im Kalender. Dem, so faucht die Fastende, zur Strafe bei allen Sündern ein Tag des Kopfwehs folgen möge.

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