Die Sportliche Bildung

Ganz schön teuer - aber unverzichtbar

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Anke Schwörer-Haag
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Sportbürgermeister Christian Baron feiert das 330-fache Seepferdchen gemeinsam mit den Geldgebern und Organisatoren im Gmünder Hallenbad. „Typisch. Tue Gutes und rede darüber.“ Man kann sie hören, die Lästermäuler, die diesen Auftritt süffisant so kommentieren. Und in diesem Fall ausdrücklich nicht Recht haben.

Keine Frage, es ist eine politische Aussage, wenn ein Bürgermeister medienwirksam am Becken steht. Aber es ist keine Personality-Show, sondern die Bilanz einer dringend notwendigen und erfolgreichen Aktion. Die nicht nur fürs Schwimmenlernen wirbt und 330 Kindern unbürokratisch diese Chance eröffnet hat. Sondern die auch deutlich macht, dass es die Vereine, die Ehrenamtlichen und die Kommunen sind, die sich hier einsetzen. Und dass die Städte und Gemeinden dafür in Hallen- und Freibäder unterhalten müssen. Was nicht selbstverständlich und ganz schön teuer ist.

Überall - von Waldstetten über Heubach, Schechingen, Leinzell, Durlangen und Mutlangen bis nach Gschwend - sind all die beliebten Bäder Zuschussbetriebe, die viel Geld kosten. Und es ist zunehmend schwierig für die Kommunen, sich diese auch leisten zu können. Nicht nur, weil das neue Haushaltsrecht den Spielraum einschränkt. Auch Bundes- und Landeszuschüsse für den Bereich Bildung fließen aktuell hauptsächlich in die Digitalisierung, obwohl Sport und Bewegung mindestens ebenso wichtig sind. Nicht zuletzt muss jeder, der olympische Medaillen will oder mangelnde deutsche Erfolge beklagt, wissen, das hier die Basis gelegt wird.Anke Schwörer-Haag

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