Gemeinsam essen ist gefragt auf dem Rehnenhof

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Ab jetzt einmal im Monat. Hier Ute Schütte beim Servieren von Eintopf.
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Angebot für alle Generationen: Ein fünfköpfiges Küchenteam bereitet den offenen Mittagstisch auf dem Rehnenhof.

Schwäbisch Gmünd-Rehnenhof

Pünktlich um 8.30 Uhr haben sie losgelegt: Dr. Ute Schütte, Anna Schonter, Margrit Eisele, Käthe Pinczes-Mayer und Isolde Schlumpp, die sich in der Küche des katholischen Gemeindezentrums auf dem Rehnenhof versammelt haben.

Routiniert wurde zum Küchenmesser, zum Brettchen und zum Schäler gegriffen. Auf der Agenda stand unter anderem fünf Kilogramm Karotten und sechs Kilogramm Kartoffel zu schälen, dazu den Lauch waschen und schneiden, den Sellerie würfeln und vieles mehr. Schließlich sollte es zum Mittagessen einen leckeren Eintopf geben.

Die Saitenwürstchen lagen da noch im Kühlschrank bereit, die musste man ja nur warm machen. „Es griff ein Zahnrädchen in das andere“, beschreibt Dr. Ute Schütte, die gemeinsam mit Colette Eisenhuth die Organisationsfäden für die Premiere des gemeinsamen Mittagstisches in der Hand hält. Dieser gemeinsame, offene Mittagstisch ist ein „erstes Kind“ der Pflegekonferenz, die vor einem Jahr stattfand. Gemeinsames Ziel war, ein Angebot für alle Generationen zu schaffen. Auf Spendenbasis ein Mittagsmahl anzubieten, unterstützt von ehrenamtlichen Kräften in Küche und Service.

So war denn am Freitag die Neugierde groß, wie viele Menschen sich einladen lassen würden. „Wenn 20 kommen wäre es schön, über mehr freuen wir uns sehr“, kündigte Ute Schütte an. Es sei erwähnt, dass bereits 15 Minuten nach Öffnung des Saals im katholischen Gemeindezentrum drei Tische belegt waren. Über die Resonanz konnte man also nicht meckern. „Klasse“, stellte denn auch Schütte und Eisenhuth fest. Mit Lob für den leckeren Eintopf wurde nicht gespart, und schnell waren Tischgespräche am Laufen. Getreu dem Motto „Weil's gemeinsam besser schmeckt“ verbrachten die Gäste, zumeist Senioren und Seniorinnen innen, zusammen diese Zeit. „Wir würden uns freuen, alle Generationen begrüßen zu dürfen. Etwa auch Mütter mit Kindern“, stellte Colette Eisenhuth fest.

Auch der griechische Joghurt mit Waldbeeren zum Nachtisch wurde gern geschlemmt. Die Premiere des offenen Mittagstischs war gelungen. Und mancher trug sich auch schon in die ausgelegten Zettel ein. Was bedeutet, dass man auch beim nächsten Mittagstisch wieder gern Platz nimmt und sich verwöhnen lassen will.

“Ich hab vorhin auf dem Markt Spargel gekauft. Den gibt es jetzt einfach morgen“, hatte Edith Alexejew spontan beschlossen, das Angebot anzunehmen. Christel Schowald und Hildegard Wünsch, die sich zu ihr an den Tisch gesetzt hatten, gaben ihr recht. Auch sie seien vorher auf dem Markt gewesen. „Der Freitag ist ein guter Tag für den Mittagstisch“, befanden sie. „Da sind wir ohnehin hier nebenan auf dem Markt.“ Dabei fiel der Blick der Damen auf die zarte, florale Tischdekoration. „Das ist ein i-Tüpfelchen“, freuten sich die Seniorinnen über diesen Blumengruß, der auf jedem der Tischestand. Gebunden von Isolde Weller, die als gelernte Floristin das ihre zum Gelingen des Mittagstisches beitrug. „Das hat mir einfach Spaß gemacht“, sagt sie lächelnd.

Wir würden uns freuen, alle Generationen begrüßen zu dürfen.“

Colette Eisenhuth,, Organisatorin

Der Mittagstisch - ein monatliches Angebot

Viele bündeln für dieses Angebot die Kräfte: Generationenbüro, katholische und evangelische Kirchengemeinde, das Christliche Gästezentrum Schönblick, der Verein Herzenswege, die Friedensschule, die Seniorenarbeit Gmünd und der Ortschaftsrat. Jeden zweiten Freitag im Monat soll es den offenen Mittagstisch geben. Der nächste Termin ist am Freitag, 10. Juni. jan

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