Gemeinschaft trotzt dem Regen beim Blütenfest im Himmelsgarten

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Am Suppenstern im Himmelsgarten gab's beim Blütenfest am Sonntag eine leckere ukrainische Festtagssuppe.
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Das Blütenfest im Himmelsgarten wird am Sonntag mit Regenschirmen, wasserfestem Schuhwerk und viel Kulinarik gefeiert.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Auf Besucherscharen warteten die Akteure beim Blütenfest im Himmelsgarten am Sonntag vergebens. Der Dauerregen hielt die meisten Gäste ab. „Aber die Natur braucht den Regen dringend“, rang Oberbürgermeister Richard Arnold der nassen Witterung noch etwas Positives ab. Mancher Programmpunkt fiel aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.

Pavillons gegen das Nass

So hatten die Streuobst-Guides ursprünglich eine Wiesen-Rallye vorgesehen. „Das wird nichts“, zuckten diese mit den Schultern. Wiederum beim Freundeskreis des Backhäusles hatte man gebacken, um die Gäste zu verwöhnen. „Zehn Kilogramm Mehl wurden verarbeitet“, deutete Claudia Grau auf die leckeren Brotschnitten, die mit Griebenschmalz, Butter und Schnittlauch oder auch Butter und Marmelade portionsgerecht vorbereitet waren. Marco Grau saß im Zelt und schmierte fleißig weitere Brote. Unbeirrt und optimistisch war er der Ansicht, dass diese schon Abnehmer finden werden.

An einigen Orten, wo Programm zum Blütenfest geboten wurde, waren eiligst Pavillons aufgestellt worden. Etwa auch beim Turmstüble, wo Dr. Werner Schlummer gar die Präsidentin des Bierclubs, Laura Staudenrauß aus Geislingen, begrüßen konnte. Sie war es auch, die Ortsvorsteher Johannes Weiß und dem OB ein Freibier des kürzlich prämierten „Hellen“ von der Kaiserbrauerei kredenzte.

Wer sich angesichts der kühlen Temperaturen etwas Warmes gönnen wollte, konnte sich mit einer ukrainischen Festtagssuppe beim Suppenstern verwöhnen lassen. Der Erlös ging an die Ukraine-Hilfe Göggingen. Anja Hladkana und Marco Zambon hatten gemeinsam mit Suppenstern-Chefin Margarete Schnürle-Baier Kräuter und Gemüse geschnippelt. Kleine Teigklößchen rundeten die nahrhafte Suppe ab. „Wunderbar, was sich hier entwickelt hat“, freute sich Landtagsabgeordnete Martina Häusler (Grüne) über das Angebot.

Oberbürgermeister Arnold hatte bei der Eröffnung, die witterungsbedingt in der Kolomankirche und nicht am Kreuztisch nach dem Gottesdienst stattfand, berichtet, dass sich mittlerweile jährlich 2500 Kinder an der Gartenarbeit beim Suppenstern beteiligen. Und den Suppenstern als „wertvolles und wichtiges Projekt“, bezeichnet. Häusler beschrieb, dass sie ihre Kindheit auf dem Rehnenhof verbrachte und sich daher im Himmelsgarten sehr wohl fühle. Sie lobte das ehrenamtliche Engagement der unterschiedlichen Vereine und Organisationen auf dem einstigen Gartenschaugelände, hob die vielen Mitmach-Angebote hervor. Den Suppenstern bezeichnete sie als „wichtigen Baustein in der Bildungslandschaft“, sowohl für den Nachwuchs als auch die Senioren. „Jung, alt und interkulturell. Hervorragend.“ Da sie angesichts des Ukraine-Kriegs „immer noch um Fassung“ ringe, begrüßte sie außerordentlich, dass beim Blütenfest ukrainische Festtagssuppe ausgegeben wurde für die Ukrainehilfe aus Göggingen.

Umzug in die Kolomankirche

Da bei Dauerregen kein Gottesdienst am Kreuztisch durchgeführt werden konnte, war man kurzfristig in die Kolomankirche umgezogen. Pfarrer Matthias Plocher (Evangelische Kirchengemeinde), Pastor Johannes Börnert (Evangelische Gemeinde Schönblick) und Helene Kaiser (Leiterin Wort-Gottes-Feier Katholische Kirchengemeinde) boten im Geiste der Ökumene den Gottesdienst, der durch den Posaunenchor des Schönblicks unter der Leitung von Gottfried Gladis begleitet wurde. In der Predigt wurde der Himmelsgarten in den Blick genommen und die Frage aufgenommen, ob es im himmlischen Garten vielleicht ebenso aussieht. Und deutlich gemacht, dass man für einen solch schönen Platz etwas tun muss: Zusammenhalten. Was sich beim Blütenfest zeigte.

Blütenfest Himmelsgarten
Blütenfest Himmelsgarten
Blütenfest Himmelsgarten
Prämiertes "helles" Bier beim Turmstüble von Bierclub-Präsidentin Laura Staudenrauß.
Blütenfest Himmelsgarten
Lecker: Claudia Grau, Bettina Frei und Barbara Dreschner (von links) präsentieren ihre selbst gemachten Brotschnitten.

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