Generationenhäuser und Kindergartenerweiterung

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Im Baugebiet „Holder II“ wird es mehrere Bauten der VGW geben. Geschäftsführer Celestino Piazza erläuterte den Großdeinbacher Ortschaftsräten die einzelnen Vorhaben.

VGW-Geschäftsführer Piazza stellt in Großdeinbach Planungen im Baugebiet „Holder II“ vor.

Gmünd-Großdeinbach. Die Erschließung des Baugebiets „Holder II“ schreitet zügig voran. Hierüber informierte Ortsvorsteher Gerd Zischka am Donnerstag in der Ortschaftsratssitzung. Eine große Fläche darin wurde an die VGW vergeben. Was darauf entstehen soll, erläuterte Celestino Piazza in der Sitzung. Zwei Mehrfamilienhäuser sind anvisiert, davon soll es in einem sowohl Tagespflege als auch einen ambulanten Pflegedienst geben. „Auch in Großdeinbach gibt es immer mehr Senioren“, argumentierte der VGW-Geschäftsführer. Zudem sei man im Gespräch mit der örtlichen Allgemeinmedizinerin. Tiefer konnte Piazza in die Planung zu den Mehrfamilienhäusern, die eine gemeinsame Tiefgarage erhalten sollen, noch nicht gehen. „Wir sind erst eingestiegen“, bemerkte er.

Hingegen bereits durchgeplant präsentierte er drei Reihenhäuser sowie zwei Doppelhäuser, die als „Generationenhaus“ konstruiert werden. Sprich, als junge Familie lebt man auf zwei Stockwerken mit zwei Bädern sowie Terrasse und Balkon. Wenn dann die Kinder aus dem Haus sind, könnten die Besitzer das Obergeschoss als separate Wohnung mit 60 Quadratmetern vermieten. Oder für eine Pflegekraft im Haus nutzen. Alle Gebäude auf der Fläche der VGW sollen ein Nahwärmenetz erhalten, zusammen mit den geplanten Gebäuden des Wohnbauvereins. Dieser wird in der Maisitzung seine Gebäude vorstellen, kündigte der Ortsvorsteher an.

Mehrfach betonte Piazza, dass der „Ökoaspekt“ für die Gebäude großgeschrieben werde. Bis zu 90 Prozent wolle man Eigenstrom produzieren. Was die Nebenkosten für die Nutzer senke. Photovoltaik auf dem Dach, Pelletanlage in einer gemeinsamen Heizzentrale, begrünte Dächer und vieles mehr stünden hierfür Pate. „Und unser Ziel ist es, den Strom günstig abzugeben“, betonte Piazza. Zudem wolle man mit den Mieten ein Drittel unter den ortsüblichen Mietpreis bleiben.

Cornelia Sanwald-Frösch erkundigte sich nach dem Preis für ein Generationenhaus. In Straßdorf, so Piazza, koste aktuell ein Eckhaus rund eine halbe Million, ein Mittelhaus 400 000 Euro. Allerdings verwies er auf die stark steigenden Baukosten. Eine weitere Frage war, wann man die Häuser realisiere. „Unser Ziel ist es, im Frühjahr 2022 richtig loszulegen“, antwortete Piazza. Als „sehr interessant“ bezeichnete der Ortsvorsteher die Planungen, die allgemein begrüßt wurde.

Der VGW-Geschäftsführer wartete zudem auch mit einer ersten Erweiterungsvision für den Kindergarten Holder auf. Das Nachbargrundstück, das im Besitz der VGW ist, soll ein Gebäude mit ähnlicher Fläche wie der Kindergarten jetzt erhalten. In einem Teilbereich, der dem jetzigen Kindergarten zugewandt ist, wolle man die vier Kindergartengruppen (zwei für über und zwei für unter Dreijährige) auf zwei Stockwerke mit eigenem Aufzug realisieren. Autark entstünden dann im anderen Gebäudeteil sechs bis acht Wohnungen. Der Fußweg, der bislang beide Grundstücke durchtrennt, würde entwidmet. So, dass beide Flächen zu einer Fläche fusionierten. Realisierungsziel ist 2024. Als Interimslösung stellte sich Piazza ein Provisorium auf einer VGW-Fläche vor, auf der künftig Gamundiahäuser geplant sind. Anja Jantschik

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