Gmünd hat Potenzial für Geschäftsideen

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Im in:it co-working lab an der Robert-von-Ostertag-Straße (v.l.): Julian Fischer, Jonas Rossner (j+j),Jessica Passler, Dr.Gerold Bläse.
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Die neue Koordinatorin des Gründerzentrums stellt die Lage neue Initiativen vor.

Schwäbisch Gmünd. In Gmünd sollen mehr neue Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen gegründet werden. Um solchen so genannten Start-Up-Unternehmen gute Anfangsbedingungen zu gewähren, bietet die Stadt das Gründerzentrum in:it co working lab an. In der 500 Quadratmeter großen Einrichtung im ehemaligen Fernmeldeamt an der Robert-von-Ostertag-Straße bekommen Firmengründer unter anderem strukturelle Unterstützung und vergünstigte Mieten. Die neue Koordinatorin des Zentrums, Jessica Passler, legte am Mittwoch den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses dar, dass es in Gmünd noch Potenzial für Start-Ups gibt.

Erster Platz

Die Schwaben genießen zwar noch einen Ruf als Tüftler, aber im bundesweiten Vergleich ist Baden-Württemberg nicht an der Spitze. Ostwürttemberg immerhin bemühe sich bewusst um Neugründungen, so Passler. In einem vom Landes-Wirtschaftsministerium ausgerichteten Start-Up-Wettbewerb habe die Region den ersten Platz geholt.

Schwäbisch Gmünd liege, was die Zahl der Firmen-Neugründungen angeht, innerhalb der Region noch an der Spitze, doch insgesamt nehme die Zahl ab. Das bedeute auch für Gmünd weiteren Handlungsbedarf. Gleichzeitig sieht Passler es für die Stadt und die Region als lohnenswert, in die Gründungsförderung zu investieren. So könne „eine neue wirtschaftliche Dynamik in der Start-Up-Region Ostwürttemberg entstehen“.

Momentan seien im in:it co-working lab mitten in Gmünd acht Arbeitsplätze und drei Einzelbüros vermietet. Drei weitere Unternehmen seien ausgezogen, nutzten jedoch weiterhin die Anschrift des Gründerzentrums als Geschäftsadresse. Vertreten seien Geschäftsideen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Online-Marketing, Video- und Imagefilmproduktion, App-Entwicklung, Social Media und Beratung im Reisemobilgewerbe.

Jessica Passler möchte das Zentrum mehr ins Bewusstsein rücken. So werde derzeit eine Webseite erstellt, auf der sich die Firmen vorstellen können. Vor dem Gebäude werde eine Stele aufgestellt, um die Mieter zu präsentieren.

Die Koordinatorin möchte auch die Verbindung zu den Hochschulen der Region intensivieren, um die Studierenden verstärkt auf die Möglichkeit einer Existenzgründung hinzuweisen. Gleichzeitig würden die Abschlussarbeiten an den Hochschulen regelmäßig auf mögliche Ideen für Start-Ups hin durchgeschaut.

Kontakte und Erfahrungen

Vertreter bereits etablierter Unternehmen sollen stärker in die Start-Up-Szene eingebunden werden. Die gestandenen Unternehmer könnten den Neustartern mit Kontakten und Erfahrungen helfen, aber auch selbst Vorteile aus den neuen Ideen der Gründer ziehen. wof

Jessica Lauren Passler ist Mitbegründerin des Gmünder Start-Up-Unternehmens „H1P - Das Original“, das im Bereich der Sportbekleidung agiert. Sie hat auch bereits mehrere Geschäftsmodelle selbst entwickelt und Businesspläne erarbeitet. An der Hochschule Aalen hat sie das Masterstudium „M. A. Business Development und Produktmanagement, Start-Up-Management und Entrepreneurship“ (MBD) erfolgreich abgeschlossen.

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